Reisen verändert vieles in uns. Es erweitert den Horizont, zeigt uns fremde Länder und Kulturen, lässt uns sprachlos stauen und macht süchtig. Aber vor allem bewirkt Reisen eines: Dass wir eine andere Sicht auf die Welt, in der wir leben, bekommen. Dass wir „geerdet“ werden und wieder schätzen, wie gut es uns geht und wir uns selbst noch besser kennenlernen. Besonders eine Langzeitreise oder eine Reise in fremde Kulturen bewirkt diese Wahrnehmungen verstärkt. ( Wie das Reisen mich verändert hat, beschreibe ich in meinem Buch: Einmal um die Welt zu mir selbst).

Was mir durch das Reisen bewusst wurde

 Reichtum hat nichts mit Geld zu tun

In armen Ländern bin ich so vielen Menschen begegnet, die zwar viel weniger finanzielle Mittel zur Verfügung hatt als andere oder auch als wir. Jedoch waren sie trotzdem reicher als viele andere Menschen. Reicher an Nächstenliebe und reicher an Lebensfreude. Die Menschen, die schon viel haben, wollen immer mehr und die Menschen die wenig haben, versuchen aus ihrer Situation das Beste zu machen. Ich bin vielen Menschen in armen Ländern begegnet, die in der Tourismusbranche arbeiten und somit oft mehr haben als viele ihrer Landsleute. Trotzdem haben sie versucht die Touristen abzuzocken, um noch mehr Geld zu generieren. Und dann gab es da diese Menschen, die in einfachen Hütten hausten und denen du ein Lächeln ins Gesicht zaubern konntest, wenn du ihnen vom fernen Europa erzählt hast. Ja, diese Menschen wollten teilweise sogar noch ihr Essen mit uns teilen, obwohl sie selbst so wenig hatten. Diese Momente haben mich sehr gerührt.

Nichts ist selbstverständlich

Wir Menschen in Deutschland haben es gut, aber wir schätzen es nicht mehr. Das warme Wasser unter der Dusche am Morgen, die große Auswahl an Lebensmitteln und Getränken im Supermarkt und die medizinische Grundversorgung. Für uns ist normal, wenn wir krank sind zum Arzt zu gehen und uns in der Apotheke ein Medikament zu besorgen. Wenn wir morgens unter der Dusche kein warmes Wasser haben, reklamieren wir beim Vermieter und im Normalfall haben wir spätestens nach einigen Stunden wieder warmes Wasser. Unser Zuhause ist abschließbar, es kommen nur die Menschen rein, die auch reinkommen sollen. Wir sind abgesichert, egal was das Schicksal mit uns vorhat. Wir haben einen Staat, der uns in diesen Fällen absichert. Klar, auch bei uns ist nicht alles rosig und einiges verbesserungswürdig. Aber wir sollten schätzen, was wir alles haben, denn es ist nicht selbstverständlich.

Wir können mehr als wir uns zutrauen

Die Grenzen, die wir in unserem Leben haben, setzen wir uns meistens selbst. Nichts ist unmöglich und oft steckt mehr in uns als wir denken. Manchmal muss man einfach MACHEN, über seinen Schatten springen und selbst wieder neu entdecken, was in uns steckt. Traue dich neue Dinge auszuprobieren!

Wir vergessen manchmal zu leben

Unser Alltag und unser Leben besteht aus viel zu vielen „ MUSS“ und viel zu wenigen „ Will“ . Ja wir haben viele Pflichten im Alltag, denen wir nachkommen müssen. Aber trotzdem dürfen wir unsere Wünsche nicht vergessen. Wir haben nur dieses eine Leben und wir sollten es uns so gestalten, dass wir glücklich sind und irgendwann gerne darauf zurückblicken.

Besitz besitzt dich!

Durch das Reisen merkst du, mit wie wenig du eigentlich klar kommst. Du hast nur einen kleinen Rucksack oder Koffer mit deinem Hab und Gut dabei und das muss für mehrere Wochen oder sogar Jahre reichen. Und? Es reicht. Während wir Zuhause Klamotten ohne Ende haben, x Paar Schuhe und unsere Wohnung bis obenhin voll ist, brauchen wir auf Reisen viel weniger. Minimalismus lässt grüßen und glaubt mir es befreit unheimlich!

Wir sollten unseren Hunger nach Wissen wieder entdecken

Was geht vor sich, wenn ein Vulkan ausbricht? Wieso gibt es in Christchurch so viele Erdbeben? Wer reist möchte nicht nur sehen sondern auch verstehen. Es macht viel mehr Spaß durch die Welt zu gehen, wenn man sie besser versteht. Reisen bildet und macht uns wieder Appetit auf Wissen. Es ist also nicht nur ein Spruch das Reisen bildet. Es stimmt!

Es gibt so viel zu entdecken

Wie heißt es so schön? Die Welt ist wie ein Buch und wer nicht reist, liest nur eine Seite davon. Ich kann das so unterschreiben!  Also auf in die große weite Welt! 🙂

Eure Nele

4 KOMMENTARE

  1. Hey Nele,

    wow Indien 🙂 Hört sich total spannend an! Finde deine Beiträge richtig schön, mach bitte weiter so 🙂 Ich schaue gerne wieder rein!

    LG
    Divon

  2. Hey Nele, richtig schön geschrieben 🙂 Wir verreisen auch oft, um einfach den Kopf frei zu bekommen. Was hat dich am Reisen am meisten zum Nachdenken gebracht und wo würdest du NIEMALS hinreisen?

    LG
    Divon

    • Danke Divon für deinen lieben Kommentar. Mich hat am meisten nachhaltig geprägt, dass eben warmes Wasser unter der Dusche, sauberes Leitungswasser etc. alles nicht selbstverständlich ist. Ich habe gelernt, alles was wir haben, viel mehr zu schätzen. Hmm gute Frage, wo ich niemals hinreisen würde.. Sag niemals nie.. Aber ich glaube ich würde niemals nach Indien reisen. Das reizt mich einfach überhaupt nicht 🙂 Liebe Grüße Nele

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