Misfat al Abriyeen und das Misfah Old House

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Misfat.. Was? Ja ich weiß der Name ist schwer zu merken und auch während ich diesen Bericht schreibe, muss ich immer wieder die korrekte Schreibweise überprüfen. Dabei sollte man sich diesen Namen unbedingt merken, denn für mich ist dieses Dorf eines der Highlights im Oman. Wieso? Das möchte ich euch in diesem Beitrag zeigen.

Das traditionelle Dorf Misfat al Abriyeen

Das Dorf Misfat al Abriyeen liegt rund 200 km von Muscat entfernt in der Region Al Hambra. Auf dem Weg dorthin fährst du durch kahle aber trotzdem schöne Landschaften. Nach einiger Zeit sehe ich ein paar Häuser auf einem der Berge am Hang. Ist das etwa das Dorf Misfat al Abriyeen, das wir uns anschauen möchten? Ich bin unsicher. Einerseits weiß ich, dass es etwas oberhalb in den Bergen liegt aber andererseits war auf allen Bildern, die ich gesehen habe, eine grüne Oase zu sehen, von der ich hier weit und breit nichts erkennen kann. Sind wir wirklich richtig? Die Straße führt uns immer weiter hoch in die Berge. Trotzdem ist das Dorf mit einem normalen Auto gut zu erreichen,  man braucht keinen 4×4.

Gegen Ende der Strecke, kurz vor dem Parkplatz an dem die Touristen parken sollen (im inneren des Dorfes sind die Parkplätze für Einheimische reserviert – bitte beachten!), sehen wir endlich das, was wir erwartet haben. Wenn man den Blick den Hang hinunter schweifen lässt, wartet dort eine grüne Palmoase auf die Besucher, die man so anfänglich auf keinen Fall erwarten würde.

Misfat Al Abryeen Palmen

Vom ersten Anblick an – verliebt ! Neben der tollen Natur sind vor allem auch die traditionellen Lehmbauten dieses Dorfes ein Highlight. Das Dorf ist sehr traditionell, man sollte sich aus diesem Grund angemessen kleiden (Schulter und Knie bedecken).

Unsere Unterkunft: Das Misfah Old House

Misfah Old House

Wir nehmen einen Teil unseres Gepäcks und machen uns auf den Weg in unsere Unterkunft, das Misfah Old House. Bereits im Vorfeld haben wir gelesen, dass es ratsam ist, ein Teil des Gepäcks im Auto zu lassen, da der Weg durch das Dorf mit schwerem Gepäck recht mühsam sein kann. Der Weg zum Misfah Old House und zu anderen Unterkünften führt durch die schmalen Gassen des Dorfes. Auf dem Hinweg leicht zu bewältigen, denn es geht meistens bergab. Das Problem ist nur: Wo es bei der Ankunft bergab geht, geht es beim Rückweg bergauf. Leichtes Gepäck ist also wirklich ratsam.

Im Misfah Old House angekommen werden wir gleich sehr freundlich mit Tee und Datteln empfangen. Datteln sind ein wichtiger Bestandteil in der omanischen Kultur und werden oft als Geste der Gastfreundlichkeit gereicht. Meist gibt es dazu einen Kaffee mit Koriander oder einen Tee.

Misfah Old House

Und auch in unserem Unterkunft bin ich sofort verliebt, weil es mal etwas ganz anderes ist. Wir schlafen tatsächlich in einer Lehmhütte in einem kleinen Zimmer auf dem Boden. Entgegen meiner Erwartungen ist das sehr bequem!

Misfah Old House schlafen

Das Misfah Old House verfügt über 15 Schlafmöglichkeiten. Es gibt ein Frühstücksbuffet und das Abendessen wird auch als Buffet serviert. Das besondere daran: Das Essen wird von einheimischen Familien jeden Tag frisch zubereitet und es schmeckt einfach himmlisch. Das Essen wird auf der Terrasse eingenommen, von wo aus man einen super Blick auf die grüne Oase werfen kann.

Spaziergang in der Oase

Misfat al Abryeen

Nach einer kurzen Verschnaufpause und einem erfrischenden Getränk (mein neues Lieblingsgetränk seit dieser Reise: Zitronen-Mint-Saft), machen wir uns auf Entdeckungstour. In der wunderschönen Oase kann man wunderbar spazieren gehen oder sogar bis zum neuen Ortskern wandern. Die Einheimischen siedeln immer mehr in den neuen Ortskern um, der alte Kern wird für den Tourismus genutzt. Hier leben nur noch etwa 4 Familien in traditionellen Lehmhäusern.

Während der kleinen „Wanderung“ kommen wir an ganz vielen Bäumen, Palmen und Früchten vorbei. In der wundervollen Oase wachsen Datteln, Bananen, Papaya, Mango, Granatapfel und vieles mehr. Bis vor einiger Zeit konnte man hier auch noch hohe Mengen frische Zitronen finden, leider wurden die Pflanzen aber vor einigen Jahren von Pestiziden befallen.

Aber wir sind nicht einfach nur durch Misfat Al Abriyeen gelaufen, wir haben auch ganz viele Informationen in uns aufgesaugt. Vom Hotel aus kann man Führungen durch die Plantagen buchen. Nicht gerade günstig aber es lohnt sich, da man so viel mehr über die Geschichte des Dorfes und die Natur hier erfährt.

Wusstet ihr zum Beispiel, dass Bananenbäume nur einmal Früchte tragen und dann gefällt werden?

Oder das es männliche und weibliche Palmen gibt? Man kann sie durch ihre Rinde unterscheiden und nur die weibliche Palme trägt Früchte.

Die Natur hat Priorität

Die Bewohner von Misfat Al Abriyeen gehen sehr respektvoll mit der Natur und ihren Ressourcen um. Es gibt hier die Regel: Es darf nur geerntet werden, was reif ist. Wenn eine Frucht vom Baum fällt gehört sie nicht mehr dem Eigentümer sondern der Allgemeinheit. Aber auch so wird herzlich untereinander geteilt. Das hat man auch bei den Unterkünften gemerkt. Es gibt keinen Neid, keine Konkurrenz. Wir waren sogar mit einem Mitarbeiter des Misfah Old House in einer andere Unterkunft Kaffee trinken. Einfach sowas von sympathisch.

Misfat al Abriyeen hat mich durch seine Unberührtheit, seine unfassbare Natur und die traditionellen Lehmhäuser begeistert. Und auch das Misfah Old House kann ich von Herzen empfehlen, um in den Oman und seine Gegebenheiten einzutauchen. Entdeckt den Oman ;).

Eure Nele

Mehr Informationen zum Misfah Old House findest du unter

www.facebook.com/MisfahOldHouse

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