Cabu: Ein Kartenspiel reist mit mir um die Welt

In Brisbane habe ich dieses Kartenspiel kennengelernt, jedoch unter einem anderen Namen und in Queenstown wurde es dann zu unserer täglichen Abendbeschäftigung. Ein Spiel, simpel mit einem herkömmlichen Kartenset zu spielen, aber mit schwierigen Regeln. Seit meiner Weltreise begleitet dieses Spiel mich immer auf meinen Reisen, überall wird es gespielt. Mir und meinen Reisepartnern hat das oft geholfen, mit anderen Leuten in Kontakt zu kommen und dadurch sind teilweise Freundschaften über die Reise hinaus entstanden. Auch wenn ihr das Spiel anfangs verfluchen werdet, da es schwierig ist und man sich viel merken muss, ich schwöre euch, es macht süchtig und sau viel Spaß ☺

Spieler : 2-6 ( je mehr desto lustiger)
Ziel: Am Schluss so wenig Punkte wie möglich zu haben.

 

Beginn des Kartenspiels

Jeder Spieler bekommt 4 Karten verdeckt vor sich auf den Tisch. 2 oben, 2 unten also 2 „Reihen“

Kartenspiel KABU

Die restlichen Karten werden auf einem Stapel verdeckt in die Mitte des Spielfeldes gestellt.
Die unteren beiden eigenen Karten darf jeder Spieler zu Beginn ein paar Sekunden anschauen und sollte sie sich merken.

Ablauf des Spiels

Nacheinander ist nun jeder dran und zieht die oberste Karte des verdeckten Stapels und schaut die Karte für sich an. Nun kann er entscheiden, ob er die Karte, die er gezogen hat, gegen eine seiner Karten tauscht. Dabei ist es egal, ob er mit einer Karte tauscht, die er kennt oder mit einer der zwei Karten, die er nicht kennt. Ist die gezogene Karte zu schlecht und soll nicht getauscht werden, legt man die Karte aufgedeckt auf das Spielfeld. Nun kann der nächste Spieler in der Reihe diese Karte aufnehmen und gegen eine seiner Karten eintauschen. Er kann aber auch die nächste Karte aus dem verdeckten Stapel ziehen.
Wenn der Spieler mit einer seiner Karten tauscht, wird die ausgetauschte Karte ebenfalls offen auf das Spielfeld gelegt und kann vom nächsten Spieler genommen werden oder auch nicht, wenn er lieber eine verdeckte Karte vom Stapel zieht.

Bedeutung der abgelegten Karten

Werden Karten vom Stapel gezogen und nicht getauscht, sondern aufgedeckt auf das Spielfeld gelegt, haben Sie ebenfalls eine Bedeutung:

Bube: Tauschkarte. Man kann zwei Karten auf dem Spielfeld von sich oder von den Gegnern austauschen, ohne diese vorher anzusehen.

Dame: Man darf eine beliebe Karte von sich oder seinen Mitspielern anschauen und dann zwei Karten, die auf dem Spielfeld sind, austauschen.

Zieht man eine 7 oder 8 darf man eine seiner eigenen Karten ansehen. Bei einer 9 oder 10 darf man sich die Karte eines Gegners anschauen.

Es ist bei diesem Spiel wichtig, sich immer so viele Karten wie möglich zu merken, um so optimal tauschen zu können.

Wenn eine Karte auf dem Spielfeld abgelegt wird, weil sie getauscht oder gezogen aber nicht eingetauscht wird und man eine gleichwertige Karte auf der Hand hat, kann man diese ebenfalls ablegen, jedoch nur einmalig. Wenn man Glück hat, hat man dann nur noch 3 Karten vor sich liegen. Wenn man die Karte eines Gegners weiß, kann man aber auch diese ablegen und gegen eine Karte von sich eintauschen. Anfangs ist das Spiel kompliziert aber es macht einen rießigen Spaß 🙂

Ende des Kartenspiels Cabu

Sobald ein Spieler nur noch 4 oder weniger Punkte auf seiner Hand hat, darf er „Cabu“ sagen und somit das Spiel beenden. Dabei sollte er aber recht sicher sein, dass die anderen Mitspieler noch eine höhere Punktzahl auf der Hand haben. Sollte das nicht der Fall sein und ein Spieler den gleichen Wert oder sogar weniger Punkte auf der Hand haben, bekommt derjenige, der „Cabu“ gesagt hat, 30 Strafpunkte zusätzlich zu dem Wert, den er auf der Hand hat. Alle anderen Spiele bekommen die Punkte aufgeschrieben, die sie auf der Hand haben. Die Punkte jedes Spieles werden über mehrere Runden kumuliert. Wer zuerst über 100 Punkte hat, hat verloren.

Werte der Karten:

Zahlenkarten haben den Wert Ihrer Karten, z.b die 9 zählt 9 Punkte, 5 zählt 5 und so weiter.
Bildkarten (König,Bube, Dame ) = 10 Punkte und somit die schlechtesten Karten.
Ausnahme: Der rote König zählt -1 Punkt und ist somit die beste Karte.
Ass : 1 Punkt
Joker : 0 Punkte

Wer noch eine weitere Schwierigkeit einbauen will: Wer direkt auf 50 Punkte bei der Kumulierung kommt, fällt in der Gesamtwertung wieder auf 0 Punkte. Wer direkt die 100 Punkte erreicht auf 50 Punkte zurück.

Mittlerweile ist dieses Spiel das Lieblingsspiel schlechthin von mir und meinen Reisebekanntschaften. Probiert es aus! Viel Spaß beim Spielen 🙂

Deine Nele

 

 

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2 Comments »

  1. Hi Nele, erst mal noch ein frohes neues Jahr. Mir gefällt dieses Spiel auch, am meisten Spaß macht es mit Leuten die man nicht super gut kennt und die man daher auch nicht so genau einschätzen kann. Toll geschrieben, wie immer. LG Jens

    • Lieber Jens, Freut mich dass du das Spiel kennst und dir mein Beitrag gefällt. Da hast du recht, es ist auf jeden Fall ein großer Spaß auch mit fremden Leuten. Liebe Grüße aus dem Schwarzwald, NELE 🙂

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