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Ein Wochenende in Kopenhagen und meine erste Reise in den Norden Europas. Wie ihr wisst, ist es ja mein großer Wunsch nächstes Jahr im Herbst entweder Norwegen oder Island zu bereisen. Kopenhagen als Einstimmung darauf wäre doch perfekt, dachte ich mir. Und so machte ich mich mit einer Gruppe Mädels auf den Weg in die Hauptstadt Dänemarks, um Kopenhagen und seine Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. Die Stadt heißt vom dänischen übersetzt übrigens „Kaufmannshafen“, der Name wird hergeleitet aus der früheren Bedeutung der Kaufleute für die Stadt. Ein dänischer Architekt entwickelte das Konzept, dass Kopenhagen wie eine Art Hand aufgebaut sein soll. Das Wachstum der Stadt sollte auf fünf „Finger“ verteilt werden, die vom Stadtzentrum ausgehen. Das Stadtzentrum selbst bildet in diesem Plan die Handfläche. Das Projekt wird „Fingerplanen“ genannt.

Meine Reise nach Kopenhagen

Die Wettervorhersage für unsere Tage in Kopenhagen sahen nicht sehr berauschend aus und als wir nach ca. 1,5 Stunden Flug in der Stadt landeten, war alles grau und neblig. Zu sehen war vom Flugzeug aus leider kaum etwas. Trotz der Kälte gilt Kopenhagen als eine der lebenswertesten Städte der Welt und wird bei Touristen immer beliebter. Davon wollte ich mich natürlich selbst überzeugen.

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Währung und Umrechnungskurs in Dänemark

Der erste Weg am Flughafen führte uns zum ATM (Bankautomaten), um Geld abzuheben. Obwohl Dänemark in der EU ist, ist die Währung in dem Land weiterhin dänische Kronen (DKK). Bei einer Abstimmung vor einigen Jahren war die Mehrheit der Dänen gegen die Einführung des Euro. Der aktuelle Umrechnungskurs liegt etwa bei 1 € = 7,5 DKK (Stand April 2019). Am Flughafen wurde uns gerade einmal 6,5 DKK für 1 € angeboten. Also viel zu wenig. Wir entschieden uns daher erst in der Stadt Geld abzuheben. Glücklicherweise kann man die Tickets für Metro und Bahn mit der Karte zahlen. Kurz schon mal vorab: Kopenhagen ist sehr teuer.

Vom Flughafen ins Stadtzentrum Kopenhagens

Die Metro M2 führt vom Flughafen in das  Zentrum von Kopenhagen. Die Tickets kann man direkt am Flughafen am Automaten kaufen, eine einfache Fahrt kostet umgerechnet etwa 5 €. Sinnvoll ist es, sich bei einem längeren Aufenthalt ein Ticket für mehrere Tage zu kaufen. Wir haben uns für das 72 Stunden Ticket entschieden. Dieses kostet etwa 27 € und man kann damit Bus, Metro und S-Bahn nutzen. Wenn man eine stadtnahe Unterkunft hat, reicht ein 3-Zonen Ticket. Die Fahrt vom Flughafen ins Zentrum dauert etwa 15 Minuten.

Beim Ticketkauf solltet ihr beachten, dass ihr am richtigen Schalter steht, denn es gibt dort auch Tickets nach Schweden zu kaufen. Wer nämlich etwas mehr Zeit in Kopenhagen zur Verfügung hat, kann innerhalb von ca. 1,5 Stunden mit dem Zug nach Schweden fahren. Leider haben wir das nicht mehr geschafft, aber Kopenhagen allein hatte einfach auch schon so viel zu bieten.

Kopenhagen Sehenswürdigkeiten:

Der Vergnügungspark Tivoli

Um im Stadtzentrum und an der Central Station auszusteigen, verlässt man die Metro an der Station Københavns. Das Bahnhofgebäude ist architektonisch sehr schön und erinnerte mich etwas an den Bahnhof in Zürich. Wenn man das Gebäude verlässt, fällt einem schon ziemlich schnell das Gelände des Tivoli ins Auge. Der Vergnügungspark Tivoli ist der meistbesuchte und zweitälteste Vergnügungspark der Welt. Leider hatte der Park bei unserem Besuch geschlossen aber durch die Tore konnte man einige Achterbahnen und Lichter erblicken. Im Tivoli soll sich die älteste handbetriebene Achterbahn befinden.

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Der Vergnügungspark Tivoli von außen

Der erste Eindruck der Stadt war trotz des schlechten Wetters auf jeden Fall sehr positiv, wäre da nicht unser Hotel gewesen. Die Lage im Stadtteil Valby war zwar perfekt aber das Hotel selbst lies doch zu wünschen übrig. Es erinnerte etwas an ein umgebautes Gefängnis mit den engen Korridoren. Deshalb werde ich wohl das erste Mal seit langen zu Kopenhagen leider keinen Hoteltipp geben können.

Kopenhagens Einkaufspassage

Strøget heißt die berühmte Einkaufsstraße von Kopenhagen. Hier reiht sich ein Geschäft an das nächste und man findet alles, was das Herz begehrt. Die Einkaufsstraße ist über  1 km lang und somit die längste Einkaufspassage Europas. Kein Wunder, dass ich in Kopenhagen so viele Schritte zurückgelegt habe, mein Schrittzähler hat sich gefreut. 🙂 Aber ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe nichts gekauft. Gar nichts … Obwohl fast. Neben einem Disney Laden, der die Herzen aller Menschen, die im Herzen Kinder geblieben sind höher schlagen lässt, gibt es hier auch ein Lego Geschäft. Hier kann man sich seine eigene Lego Figur zusammenstellen. Auch wenn ich mit meiner Figur nicht 100% zufrieden bin, war es ein Heidenspaß nach den richtigen Haaren, Outfits und Gesichtern zu suchen. Da wurde ich selbst auch wieder zum Kind. Ich habe auch bemerkt, wie mich ein paar Kinderaugen fragen angeschaut haben ala: Was macht diese alte Frau an meinem Spieltisch? Man bleibt im Herzen eben immer ein bisschen Kind: ).

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Apropos Kind:

Verrückte Tradition in Kopenhagen: Babys bleiben vor der Tür

In Kopenhagen stehen bei der doch recht frischen Luft Dänemarks sehr oft Kinderwägen vor den Cafés. So weit so ungewöhnlich. Aber dort stehen keine leeren Kinderwägen, denn die kleinen Babys liegen dort noch drin, während ihre Eltern drinnen im warmen einen Kaffee trinken. In Deutschland würde das wahrscheinlich einen Aufschrei geben, in Kopenhagen ist das normal und eine alte nordische Tradition. Die frische Luft soll die Abwehrkräfte des Kindes aktivieren und damit soll sichergestellt werden, dass die Kinder nicht so krankheitsanfällig sind. Natürlich muss aber trotzdem darauf geachtet werden, dass die Kinder warm eingepackt sind und nicht unterkühlen. Andere Länder, andere Sitten :).

Kopenhagen Sehenswürdigkeiten: Nyhavn

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Nyhavn

Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen ist Nyhavn, der berühmte Hafen mit den bunten Häusern. Kopenhagen wird meistens mit Bildern vom Nyhavn in den Medien dargestellt. Durch die Kombination aus farbenfrohen Häusern und dem Wasser hat der Hafen einen ganz besonderen Flair. Hier reihen sich Lokale und Restaurants aneinander. Ein Spaziergang an dem Hafen, ist ein besonderes Highlight, vorbei an Hausbooten und mit Blick auf das Wasser. Von hier starten unter anderem die Ausflugsboote, mit denen man die Stadt vom Wasser aus besichtigen kann.

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Nyhavn
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Nyhavn

Hafenrundfahrt in Kopenhagen

Hafenrundfahrt in Kopenhagen
Hafenrundfahrt in Kopenhagen

Eine Hafenrundfahrt ist für mich das Must Do in Kopenhagen, denn Kopenhagen ist die Stadt der Seefahrer. Was bietet sich da mehr an, als Kopenhagen vom Wasser aus kennenzulernen. Die Touren starten entweder ab Nyhavn oder Gammel Strand (ja der heißt wirklich so) und dauern ca. 1 Stunde. Eine Fahrt kostet umgerechnet ca. 11 Euro pro Person, ein Guide ist ebenfalls an Bord. Man fährt kleine Kanäle entlang und unter niedrigen Brücken hindurch, sodass man den Guide immer wieder rufen hört: „Watch your head“ (übersetzt „Pass auf deinen Kopf auf). Man sieht die Stadt einfach von einer anderen Sichtweise, zum Beispiel die berühmte kleine Meerjungfrau vom Wasser aus.

Kopenhagen Hafen

Kopenhagens bekannteste Sehenswürdigkeit: Die kleine Meerjungfrau

Die kleine Meerjungfrau
DIe kleine Meerjungfrau

Die kleine Meerjungfrau ist eine Bronzefigur am Hafen von Kopenhagen (Langeliniekai) und das kleinste Wahrzeichen der Welt. Sie wurde von einem Bildhauer in Anlehnung an das Märchen von Hans Christian Andersen erschaffen.

In dem Märchen geht es um eine kleine Meerjungfrau, die mit 15 Jahren das erste Mal nachts das Meer verlassen und aufsteigen darf. Dort wird sie auf einen Prinzen aufmerksam, der auf einem Schiff seinen Geburtstag feiert. Ein Sturm zieht auf und das Schiff sinkt. Die Meerjungfrau rettet den Prinzen und legt ihn an den Strand und zieht sie sich anschließend wieder ins Meer zurück. Von dort sieht sie, wie ein anderes Mädchen den Prinzen findet und dieser sie, als er aufwacht, anlächelt. Er denkt dieses Mädchen habe ihn gerettet. Die Meerjungfrau bekommt den Prinzen nicht aus dem Kopf und lässt sich einen Zaubertrank mixen, der ihr Beine wachsen lässt und den Fischschwanz verschwinden lässt, sie aber auch stumm macht. Sollte der Prinz ihre Liebe nicht erwidern, wird ihr Körper zu Schaum verfallen.

Sie schafft es mit dem Prinzen in Kontakt zu kommen und in das Schloss aufgenommen zu werden, allerdings liebt der Prinz nur das Mädchen, das ihn seiner Ansicht nach am Strand gerettet hat und heiratet diese auch. Durch die Hochzeit ist das Todesurteil der Meerjungfrau unausweichlich, die einzige Möglichkeit dem Tod zu entgehen wäre es, den Prinzen zu töten und so wieder zu einer Meerjungfrau zu werden. Das tut sie aber nicht, sondern springt ins Wasser und löst sich in Schaum auf. Eine unerfüllte Liebe.

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Die kleine Meerjungfrau

Das Königreich Dänemark

Wenn wir schon beim Thema Prinzen sind… Dänemark ist ein Königreich und die Königsfamilie hat ihre Stadtresidenz  in Kopenhagen. Genau aus diesem Grund gibt es hier einige Schlösser zu begutachten. Ich interessiere mich nicht sonderlich für Klatsch und Tratsch aus Königshäusern, trotzdem finde ich es natürlich interessant, solche Gebäude zu besichtigen und bei einem Urlaub in diese Welt einzutauchen. Die Königin von Dänemark heißt Margrethe, ihr Sohn Frederik wird irgendwann einmal das Königreich regieren zusammen mit seiner Frau Mary. Wusstet ihr, dass er diese bei einer Auszeit auf Reise in Australien kennengelernt hat? Mary ist nämlich in Australien aufgewachsen. So aber genug von königlichem Hintergrundwissen (mehr habe ich nämlich auch nicht:) . Ich möchte euch jetzt mal die Schlösser zeigen, die wir besichtigt haben.

  • Schloss Christiansborg

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Schloss Christianborg

Das Schloss Christiansborg war früher der Sitz der Königsfamilie, heute finden hier nur noch öffentliche Termine in den Repräsentationsräumen statt. Ansonsten wird das Schloss, das im südlichen Teil der Innenstadt liegt, für Besichtigungen geöffnet.

Besichtigen kann man hier mittelalterliche Ruinen, die königlichen Ställe, die Küchenräume und die Repräsentationsräume. Ich habe nur die Repräsentationsräume besichtigt. Der Eintritt kostet 90 DKK, ca. 13 Euro. Jeden Tag um 15 Uhr werden zusätzlich Touren durch die Räume angeboten, für die man nicht extra zahlen muss.  Bei den genannten Räumen handelt es sich eben genau um diese Räume, die von der königlichen Familie noch bei öffentlichen Anlässen genutzt werden. WOW. Ich war total sprachlos. Klar viel „Bling Bling“, aber mir hat der Einblick in diese „andere Welt“ sehr sehr gut gefallen. Fotos sind hier erlaubt, über die Schuhe müssen Schuhschoner getragen werden.

Schloss Kopenhagen

Der Turm von Schloss Christiansborg ist der höchste Turm in Kopenhagen. Von hier aus hat man eine tolle Aussicht auf die Stadt. Man fährt mit dem Lift hoch, der Eintritt ist kostenlos. Leider war bei uns das Wetter nicht berauschend, aber es hat sich trotzdem gelohnt.

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Leider etwas neblige Aussicht vom Turm Christiansborg
  • Schloss Rosenborg

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Schloss Rosenborg Kopenhagen

Das zweite Schloss, das wir besucht haben, ist das Schloss Rosenborg. Dieses Mal jedoch nur von außen. Wie gesagt ich bin nicht sonderlich adelsverrückt. Im Schloss Rosenborg befinden sich noch die Kronjuwelen, die man auch besichtigen kann, was aber nicht auf unserem Plan stand. Allein von außen schon bietet das Schloss ein tolles Fotomotiv, es sieht schon fast märchenhaft aus. Ich kann mir