Sehenswürdigkeiten für 2 -3 Tage in Kopenhagen

Meine Reise nach Kopenhagen

Ein Wochenende in Kopenhagen und meine erste Reise nach Skandinavien. Wie ihr wisst, ist es ja mein großer Wunsch nächstes Jahr im Herbst entweder Norwegen oder Island zu bereisen. Kopenhagen als Einstimmung darauf wäre doch perfekt, dachte ich mir. Und so machte ich mich mit einer Gruppe Mädels auf den Weg in die Hauptstadt Dänemarks. Die Stadt heißt vom dänischen übersetzt übrigens „Kaufmannshafen“, der Name wird hergeleitet aus der früheren Bedeutung der Kaufleute für die Stadt. Ein dänischer Architekt entwickelte das Konzept, dass Kopenhagen wie eine Art Hand aufgebaut sein soll. Das Wachstum der Stadt sollte auf fünf „Finger“ verteilt werden, die vom Stadtzentrum ausgehen. Das Stadtzentrum selbst bildet in diesem Plan die Handfläche. Das Projekt wird „Fingerplanen“ genannt.

Die Wettervorhersage für unsere Tage in Kopenhagen sahen nicht sehr berauschend aus und als wir nach ca. 1,5 Stunden Flug in der Stadt landeten, war alles grau und neblig. Zu sehen war vom Flugzeug aus leider kaum etwas. Trotz der Kälte gilt Kopenhagen als eine der lebenswertesten Städte der Welt und wird bei Touristen immer beliebter. Davon wollte ich mich natürlich selbst überzeugen.

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Währung und Umrechnungskurs in Dänemark

Der erste Weg am Flughafen führte uns zum ATM (Bankautomaten), um Geld abzuheben. Obwohl Dänemark in der EU ist, ist die Währung in dem Land weiterhin dänische Kronen (DKK). Bei einer Abstimmung vor einigen Jahren war die Mehrheit der Dänen gegen die Einführung des Euro. Der aktuelle Umrechnungskurs liegt etwa bei 1 € = 7,5 DKK. Am Flughafen wurde uns gerade einmal 6,5 DKK für 1 € angeboten. Also viel zu wenig. Wir entschieden uns daher erst in der Stadt Geld abzuheben. Glücklicherweise kann man die Tickets für Metro und Bahn mit der Karte zahlen. Kurz schon mal vorab: Kopenhagen ist sehr teuer.

Vom Flughafen ins Stadtzentrum Kopenhagens

Die Metro M2 führt vom Flughafen in das  Zentrum von Kopenhagen. Die Tickets kann man direkt am Flughafen am Automaten kaufen, eine einfache Fahrt kostet umgerechnet etwa 5 €. Sinnvoll ist es, sich bei einem längeren Aufenthalt ein Ticket für mehrere Tage zu kaufen. Wir haben uns für das 72 Stunden Ticket entschieden. Dieses kostet etwa 27 € und man kann damit Bus, Metro und S-Bahn nutzen. Wenn man eine stadtnahe Unterkunft hat, reicht ein 3-Zonen Ticket. Die Fahrt vom Flughafen ins Zentrum dauert etwa 15 Minuten.

Beim Ticketkauf solltet ihr beachten, dass ihr am richtigen Schalter steht, denn es gibt dort auch Tickets nach Schweden zu kaufen. Wer nämlich etwas mehr Zeit in Kopenhagen zur Verfügung hat, kann innerhalb von ca. 1,5 Stunden mit dem Zug nach Schweden fahren. Leider haben wir das nicht mehr geschafft, aber Kopenhagen allein hatte einfach auch schon so viel zu bieten.

Der Vergnügungspark Tivoli

Um im Stadtzentrum und an der Central Station auszusteigen, verlässt man die Metro an der Station Københavns. Das Bahnhofgebäude ist architektonisch sehr schön und erinnerte mich etwas an den Bahnhof in Zürich. Wenn man das Gebäude verlässt, fällt einem schon ziemlich schnell das Gelände des Tivoli ins Auge. Der Vergnügungspark Tivoli ist der meistbesuchte und zweitälteste Vergnügungspark der Welt. Leider hatte der Park bei unserem Besuch geschlossen aber durch die Tore konnte man einige Achterbahnen und Lichter erblicken. Im Tivoli soll sich die älteste handbetriebene Achterbahn befinden.

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Der Vergnügungspark Tivoli von außen

Der erste Eindruck der Stadt war trotz des schlechten Wetters auf jeden Fall sehr positiv, wäre da nicht unser Hotel gewesen. Die Lage im Stadtteil Valby war zwar perfekt aber das Hotel selbst lies doch zu wünschen übrig. Es erinnerte etwas an ein umgebautes Gefängnis mit den engen Korridoren. Deshalb werde ich wohl das erste Mal seit langen zu Kopenhagen leider keinen Hoteltipp geben können.

Kopenhagens Einkaufspassage

Strøget heißt die berühmte Einkaufsstraße von Kopenhagen. Hier reiht sich ein Geschäft an das nächste und man findet alles, was das Herz begehrt. Die Einkaufsstraße ist über  1 km lang und somit die längste Einkaufspassage Europas. Kein Wunder, dass ich in Kopenhagen so viele Schritte zurückgelegt habe, mein Schrittzähler hat sich gefreut. 🙂 Aber ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe nichts gekauft. Gar nichts … Obwohl fast. Neben einem Disney Laden, der die Herzen aller Menschen, die im Herzen Kinder geblieben sind höher schlagen lässt, gibt es hier auch ein Lego Geschäft. Hier kann man sich seine eigene Lego Figur zusammenstellen. Auch wenn ich mit meiner Figur nicht 100% zufrieden bin, war es ein Heidenspaß nach den richtigen Haaren, Outfits und Gesichtern zu suchen. Da wurde ich selbst auch wieder zum Kind. Ich habe auch bemerkt, wie mich ein paar Kinderaugen fragen angeschaut haben ala: Was macht diese alte Frau an meinem Spieltisch? Man bleibt im Herzen eben immer ein bisschen Kind: ).

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Apropos Kind:

Verrückte Tradition in Kopenhagen: Babys bleiben vor der Tür

In Kopenhagen stehen bei der doch recht frischen Luft Dänemarks sehr oft Kinderwägen vor den Cafés. So weit so ungewöhnlich. Aber dort stehen keine leeren Kinderwägen, denn die kleinen Babys liegen dort noch drin, während ihre Eltern drinnen im warmen einen Kaffee trinken. In Deutschland würde das wahrscheinlich einen Aufschrei geben, in Kopenhagen ist das normal und eine alte nordische Tradition. Die frische Luft soll die Abwehrkräfte des Kindes aktivieren und damit soll sichergestellt werden, dass die Kinder nicht so krankheitsanfällig sind. Natürlich muss aber trotzdem darauf geachtet werden, dass die Kinder warm eingepackt sind und nicht unterkühlen. Andere Länder, andere Sitten :).

Nyhavn

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Nyhavn

Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen ist Nyhavn, der berühmte Hafen mit den bunten Häusern. Kopenhagen wird meistens mit Bildern vom Nyhavn in den Medien dargestellt. Durch die Kombination aus farbenfrohen Häusern und dem Wasser hat der Hafen einen ganz besonderen Flair. Hier reihen sich Lokale und Restaurants aneinander. Ein Spaziergang an dem Hafen, ist ein besonderes Highlight, vorbei an Hausbooten und mit Blick auf das Wasser. Von hier starten unter anderem die Ausflugsboote, mit denen man die Stadt vom Wasser aus besichtigen kann.

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Nyhavn

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Nyhavn

Hafenrundfahrt in Kopenhagen

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Hafenrundfahrt in Kopenhagen

Eine Hafenrundfahrt ist für mich das Must Do in Kopenhagen, denn Kopenhagen ist die Stadt der Seefahrer. Was bietet sich da mehr an, als Kopenhagen vom Wasser aus kennenzulernen. Die Touren starten entweder ab Nyhavn oder Gammel Strand (ja der heißt wirklich so) und dauern ca. 1 Stunde. Eine Fahrt kostet umgerechnet ca. 11 Euro pro Person, ein Guide ist ebenfalls an Bord. Man fährt kleine Kanäle entlang und unter niedrigen Brücken hindurch, sodass man den Guide immer wieder rufen hört: „Watch your head“ (übersetzt „Pass auf deinen Kopf auf). Man sieht die Stadt einfach von einer anderen Sichtweise, zum Beispiel die berühmte kleine Meerjungfrau vom Wasser aus.

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Kopenhagens Wahrzeichen: Die kleine Meerjungfrau

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DIe kleine Meerjungfrau

Die kleine Meerjungfrau ist eine Bronzefigur am Hafen von Kopenhagen (Langeliniekai) und das kleinste Wahrzeichen der Welt. Sie wurde von einem Bildhauer in Anlehnung an das Märchen von Hans Christian Andersen erschaffen. In dem Märchen geht es um eine kleine Meerjungfrau, die mit 15 Jahren das erste Mal nachts das Meer verlassen und aufsteigen darf. Dort wird sie auf einen Prinzen aufmerksam, der auf einem Schiff seinen Geburtstag feiert. Ein Sturm zieht auf und das Schiff sinkt. Die Meerjungfrau rettet den Prinzen und legt ihn an den Strand und zieht sie sich anschließend wieder ins Meer zurück. Von dort sieht sie, wie ein anderes Mädchen den Prinzen findet und dieser sie, als er aufwacht, anlächelt. Er denkt dieses Mädchen habe ihn gerettet. Die Meerjungfrau bekommt den Prinzen nicht aus dem Kopf und lässt sich einen Zaubertrank mixen, der ihr Beine wachsen lässt und den Fischschwanz verschwinden lässt, sie aber auch stumm macht. Sollte der Prinz ihre Liebe nicht erwidern, wird ihr Körper zu Schaum verfallen. Sie schafft es mit dem Prinzen in Kontakt zu kommen und in das Schloss aufgenommen zu werden, allerdings liebt der Prinz nur das Mädchen, das ihn seiner Ansicht nach am Strand gerettet hat und heiratet diese auch. Durch die Hochzeit ist das Todesurteil der Meerjungfrau unausweichlich, die einzige Möglichkeit dem Tod zu entgehen wäre es, den Prinzen zu töten und so wieder zu einer Meerjungfrau zu werden. Das tut sie aber nicht, sondern springt ins Wasser und löst sich in Schaum auf. Eine unerfüllte Liebe.

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Die kleine Meerjungfrau

Wenn wir schon beim Thema Prinzen sind… Dänemark ist ein Königreich und die Königsfamilie hat ihre Stadtresidenz  in Kopenhagen. Genau aus diesem Grund gibt es hier einige Schlösser zu begutachten. Ich interessiere mich nicht sonderlich für Klatsch und Tratsch aus Königshäusern, trotzdem finde ich es natürlich interessant, solche Gebäude zu besichtigen und bei einem Urlaub in diese Welt einzutauchen. Die Königin von Dänemark heißt Margrethe, ihr Sohn Frederik wird irgendwann einmal das Königreich regieren zusammen mit seiner Frau Mary. Wusstet ihr, dass er diese bei einer Auszeit auf Reise in Australien kennengelernt hat? Mary ist nämlich in Australien aufgewachsen. So aber genug von königlichem Hintergrundwissen (mehr habe ich nämlich auch nicht:) . Ich möchte euch jetzt mal die Schlösser zeigen, die wir besichtigt haben.

Schloss Christiansborg

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Schloss Christianborg

Das Schloss Christiansborg war früher der Sitz der Königsfamilie, heute finden hier nur noch öffentliche Termine in den Repräsentationsräumen statt. Ansonsten wird das Schloss, das im südlichen Teil der Innenstadt liegt, für Besichtigungen geöffnet.

Besichtigen kann man hier mittelalterliche Ruinen, die königlichen Ställe, die Küchenräume und die Repräsentationsräume. Ich habe nur die Repräsentationsräume besichtigt. Der Eintritt kostet 90 DKK, ca. 13 Euro. Jeden Tag um 15 Uhr werden zusätzlich Touren durch die Räume angeboten, für die man nicht extra zahlen muss.  Bei den genannten Räumen handelt es sich eben genau um diese Räume, die von der königlichen Familie noch bei öffentlichen Anlässen genutzt werden. WOW. Ich war total sprachlos. Klar viel „Bling Bling“ aber mir hat der Einblick in diese „andere Welt“ sehr sehr gut gefallen. Fotos sind hier erlaubt, über die Schuhe müssen Schuhschoner getragen werden.

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Der Turm von Schloss Christiansborg ist der höchste Turm in Kopenhagen. Von hier aus hat man eine tolle Aussicht auf die Stadt. Man fährt mit dem Lift hoch, der Eintritt ist kostenlos. Leider war bei uns das Wetter nicht berauschend, aber es hat sich trotzdem gelohnt.

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Leider etwas neblige Aussicht vom Turm Christiansborg

Schloss Rosenborg

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Schloss Rosenborg Kopenhagen

Das zweite Schloss, das wir besucht haben, ist das Schloss Rosenborg. Dieses Mal jedoch nur von außen. Wie gesagt ich bin nicht sonderlich adelsverrückt. Im Schloss Rosenborg befinden sich noch die Kronjuwelen, die man auch besichtigen kann, was aber nicht auf unserem Plan stand. Allein von außen schon bietet das Schloss ein tolles Fotomotiv, es sieht schon fast märchenhaft aus. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie in dem schön angelegten Park vor dem Schloss im Sommer die Menschen die Natur genießen und auf der Wiese entspannen. Vor dem Schloss begegnet man der Leibgarde die Wache halten, um die Kronjuwelen zu beschützen. Wir haben mitbekommen, wie eine Touristin den Wachmann angesprochen hat und ich kann hiermit sagen: Ansprechen ist nicht erwünscht, eine Antwort bekommt man nicht: ).

Schloss Amalienborg

Dieses Schloss ist heute der offizielle städtische Wohnsitz der Königsfamilie. Es gibt mehrere Gebäude in der Anlage, das eine Gebäude ist der Wohnsitz der Königin Margrethe, das andere die des Kronprinzen und seiner Frau. In einem weiteren Gebäude befinden sich die Arbeitsräume der Könige, die man besichtigen kann. Anhand der gehissten Fahne erkennt man, wer aus der Königsfamilie gerade zuhause ist. Bei unserem Besuch war die Königin zu Hause. Während wir den Wachwechsel beobachtet haben, habe ich meinen Blick immer wieder auf die Vorhänge geheftet, um zu schauen, ob Königin Margrethe dem Treiben auf dem Platz zuschaut. Leider habe ich nichts entdeckt.

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Schloss Amalienborg

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Wachablösung am Schloss Amalienborg

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Ich habe mir sowas noch nie angeschaut und war daher offen dafür, als in unserer Reisegruppe der Vorschlag kam, sich die Wachablöse der Leibgarde auf dem Schlossplatz von Amalienborg anzuschauen. Vom Schloss Rosenborg aus marschiert die Leibgarde täglich um 11.30 Uhr, bei Wind und Wetter aber auch größter Hitze, zum Schloss Amalienborg, wo sie um 12 Uhr eintrifft um ihre Kameraden abzulösen. Das Ganze ist super organisiert, Polizeibeamte weisen die Besucher ein und ohne etwas sagen zu müssen, nur den Handbewegungen der Polizei folgend, stehen alle Besucher in einer Reihe und schauen dem Geschehen zu. Es wirkt fast so als wären alle etwas ehrfürchtig vor dem, was da passiert. Allein die Uniformen der Leibgarde wirken sehr beeindruckend, auch wenn die Herren selbst noch sehr jung zu sein scheinen. Je nachdem, wer von der Königsfamilie da ist, geht die Wachablöse schneller oder länger. Wir hatten somit echt Glück, dass die Königin da war. Nachdem man eine zeitlang zugeschaut hat, war es dann auch irgendwann nicht mehr so interessant und man hatte es gesehen. Aber ich bin froh, dass wir uns das angeschaut haben, es war einfach mal was anderes.

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Free Walking Tour

Wenn es die Möglichkeit gibt, nutze ich immer sehr gerne die Free Walking Touren in Städten, um so einen besseren Eindruck von der Stadt zu bekommen. Hier wird einem immer das wichtigste zu der Stadt erzählt, die wichtigsten Orte gezeigt und Tipps für gutes Essen und Ausflüge gegeben. Die Bezahlung erfolgt am Ende auf Trinkgeldbasis. In Kopenhagen werden verschiedene Touren angeboten. Die Grand Tour geht etwa 3 Stunden, die Classic Tour 1,5 Stunde. Wir haben uns für die kürzere Tour entschieden, da wir schon viel selbst auf eigene Faust erkundet hatten und uns einfach nochmal ein bisschen mehr Input holen wollten. Die Classic Tour startet um 12 Uhr an der Bischof Absalon Statue und endet am Food Market.

Essenstipps für Kopenhagen

Eines vorweg: Als Vegetarier ist es richtig schwer in Kopenhagen, vor allem, wenn man traditionell essen will. Das ein oder andere gute Lokal haben wir dann aber doch gefunden, die Auswahl war für mich leider immer ziemlich gering, weshalb es für mich auch schwer ist viel über das Thema Essen zu schreiben.  Generell kann man sagen, dass das Essen gehen in Kopenhagen sehr teuer ist. Für ein Essen (ohne Getränke) muss man mindestens um die 30 € rechnen, auch als Vegetarier kommt man da nicht viel günstiger.

Smørrebrød

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Ist das typische Mittagessen in Kopenhagen und ist ein sehr reichhaltig belegtes Brot. Gegessen haben wir dieses Brot zum Beispiel im Café Nytorv. Meine nicht-vegetarischen Freunde waren begeistert, immerhin war die Bedienung so freundlich mir eine vegetarische Alternative anzubieten, da keine auf der Karte stand. Allerdings war das Brot mit extrem vielen Eiern und Tomaten dann doch nicht ganz nach meinem Geschmack. Aber der gute Wille zählt : ). Das Preis/Leistung ist für Kopenhagen Verhältnisse okay.

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Cafe Norden

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Cafe Norden

Das Cafe liegt direkt in der Fußgängerzone und ist ein großes Kaffeehaus mit dunklen Holzelementen. Sehr gemütlich dort, aber auch unglaublich teuer. Für eine heiße Schokolade habe ich umgerechnet 10 € gezahlt. Das Essen und Trinken muss man an der Theke bestellen, wird dann aber an den Tisch geliefert.

Torvehallerne Food Market Kopenhagen

In einer alten Papierhalle befindet sich heute das reinste Essensparadies. Hier gibt es alles was das kulinarische Herz begehrt. An über 30 Ständen auf zwei Hallen verteilt gibt es von Süßspeisen bis hin zu herzhaften Köstlichkeiten fast alles. Im Haus 1 gibt es hauptsächlich süße Speisen, während im Haus 2 die herzhaften  Speisen zubereitet werden. Die Halle ist von 12 Uhr bis 22 Uhr abends geöffnet.

Wir haben dort GRØD gegessen. Das war eine Art vegetarisches Risotto, was nicht nur gut aussah, sondern auch fantastisch schmeckte. Unbedingt probieren:)

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GRØD

Café Loppen

Ok, man geht eigentlich nicht nach Dänemark um dann asiatisch zu Essen, aber im Café Loppen in Christiania war es einfach nur lecker. Ich hatte dort ein vegetarisches Curry, es wird auch Tofu dazu angeboten. Einziger Nachteil: Das Klientel, dass dort herumläuft. Denn der Ortsteil Christiania ist sehr speziell, wie ihr gleich erfahren werdet.

Der Freistadt Christiania

Ein Hippie Viertel mit Graffitis und alternativen Lebensstilen inmitten von Kopenhagen? Cool, da will ich hin und auch meine Freunde hatten große Lust, mal eine andere Seite von Kopenhagen kennenzulernen. Dass diese aber so extrem anders sein wird, hatte ich auch nicht erwartet. Am Anfang war alles wie immer, wenn man einen alternativen Stadtteil betritt: Buntbemalte Häuser, schön gestaltete Außenflächen, so weit so ungewöhnlich. Aber je weiter wir in dieses Distrikt hinein liefen umso komischer wurde uns. Rechts und links breiteten die Menschen ganz offen Ihre Drogen aus und baten diese zum Verkauf an. Wir liefen weiter und ich wollte die Girlanden am Himmel fotografieren, als mich von allen Seiten die Dealer anschreien: „No Photo“. Ich war total erschrocken, hatte in der Zwischenzeit natürlich schon längst auf den Auslöser gedrückt. Ein Blick in die Augen einzelner Menschen verriet mir, dass Sie überlegten mir das Handy wegzunehmen. Ihnen war sicherlich bewusst, dass ich bereits Fotos geschossen hatte. Wahrscheinlich blickte ich aber so erschrocken und verängstigt drein, dass sie mich in Ruhe ließen. Glücklicherweise. Ich packte mein Handy weg und traute mich nicht mehr es auch nur herauszuholen, um auf die Uhr zu schauen. Christiania ist ein rechtsfreier Raum, das war mir so nicht bewusst. Nicht einmal Polizisten trauen sich hier her. Wenn man das Distrikt verlässt, steht dort ein Bogen mit der Aufschrift: „ You are now entering the EU“( Sie betreten jetzt wieder die EU). Das sagt wohl alles. Meine Bilder habe ich übrigens alle außer einer Ausnahme wieder gelöscht. Im Nachhinein habe ich einen Artikel von Spiegel Online gelesen, der mir nochmal bewusst gemacht hat, dass ich echt Glück hatte und wohl doch wieder etwas vorsichtiger sein sollte, wenn ich unbekannte Orte betrete.

http://www.spiegel.de/reise/staedte/freistadt-christiania-auf-eigene-gefahr-a-644473.html

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Ein Highlight in Kopenhagen: CopenHot

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Ja ich gebe zu, auch wenn es nichts Kulturelles ist und ich am Anfang nicht so überzeugt davon war, aber das CopenHot war mein absolutes Highlight. Mit der Buslinie A 9 vom Stadtzentrum aus erreicht man diese etwas andere „Spa“. Von der Bushaltestelle aus läuft man noch etwa 15 Minuten zur Anlage und das durch ein Industriegebiet. Als wir dort waren war es bereits dunkel und es war wirklich gespenstig und wir haben uns gefragt: Was machen wir eigentlich hier? Beim CopenHot angekommen, war der Gedanke immer noch da. Aber dann durften wir uns in unserer eigenen privaten Hütte umziehen und danach in den über 40 Grad heißen Pool steigen, der direkt am Meer gelegen war. Es war sooo herrlich. Insgesamt sind hier 6 verschiedene Pools aufgebaut, die man pro Gruppe mieten kann, sowie ein Tower Spa, von dem aus man eine noch bessere Sicht auf das Meer hat. Außerdem kann man sich auch in schwimmenden Spa‘s auf einem Boot verwöhnen lasse. Wir haben uns für das Stationary Spa entschieden. Ein Pool, in den 6 Leute reinpassen und den man für seine Reisegruppe mietet, kostet zusammen ca. 170 €, durch 4 oder mehr geteilt also auf jeden Fall bezahlbar. Dazu kann man gegen Aufpreis noch Sekt oder alkoholfreie Getränke bestellen sowie die Saune nutzen. Es war wirklich ein tolles und entspanntes Erlebnis in diesem Pool zu liegen, während einem draußen der Wind um die Ohren pfeift. Eine Buchung vorab ist notwendig.

Mehr dazu:IMG_20181112_172956

https://copenhot.com/

Fazit:

Kopenhagen hat mir sehr gut gefallen und ich glaube, wenn bei uns jetzt auch etwas mehr die Sonne vorbeigeschaut hätte, hätte ich mich restlos verliebt. Die Leute sind sehr freundlich und offen und die Stadt hat sehr viel zu bieten. Skandinavien hat es mir jetzt noch mehr angetan und ich würde sehr gerne noch mehr entdecken.

Eure Nele

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6 Comments »

  1. Liebe Nele,

    für mich geht es 2019 erstmal nach Stockholm. Aber Malmö und Kopenhagen will ich ungedingt auch noch besuchen.

    Vielen Dank für die tollen Tipps und die Fotos. Dein Bericht macht Lust darauf, direkt die Koffer zu packen.

    LG
    Daggi (ursprünglich auch vom Hochrhein, jetzt Pfalz)

    • Liebe Daggi, danke für deinen lieben Kommentar. Stockholm interessiert mich auch schon lange, dann freue ich mich sehr auf deine Bilder und den Bericht 🙂 Liebe Grüße von deiner ehemaligen Heimat dem Hochrhein 🙂

  2. Toller Beitrag – trotz des Wetters macht er echt Lust auf Kopenhagen 🙂 Island kann ich übrigens nur empfehlen, so ein schönes Land. Im Norden gibt es generell so schöne Ecken! Wenn es bei mir nach Kopenhagen geht, schaue ich mir in jedem Fall nochmal die ganzen Tipps an! 🙂

    • Liebe Ricarda, vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Wahrscheinlich geht es nächsten Herbst wirklich nach Island. Ich schaue mich gerne mal auf deiner Seite um :). Gerne kannst du mich dann auch anschreiben, wenn du Fragen zu Kopenhagen hast 🙂 Liebe Grüße Nele

  3. Hallo Nele,
    toller Beitrag und schöne Bilder, trotz des Wetters. Bei schönem Wetter kann ja jeder reisen. Kopenhagen reizt mich auch schon eine Weile. Das mit den Kinderwagen ist gar nicht so skurril. Bei uns stellt man den Kinderwagen vielleicht nicht vor ein Cafe, aber auf die Terrasse schon. Freu mich schon auf Bilder aus Norwegen oder Island.

    LG Eileen
    http://www.smalltowndreamings.de

    • Liebe Eileen, vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Wirklich? Für mich war diese Tradition mit dem Kinderwagen total neu … Das ist lieb von dir, ich freue mich auch schon, nächstes Jahr mehr von Skandinavien zu entdecken. Liebe Grüße Nele

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