Minimalistischer leben im Alltag

Minimalismus. Was bedeutet das überhaupt? Ist das nur eine neue Modebewegung, etwas über das man einfach hinweg sehen kann, weil es uns nicht betrifft ? Meiner Meinung nach sollt es ich jeder mit dem Thema Minimalismus beschäftigen. Warum? Weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass es glücklicher macht, wenn man ein bisschen minimalistischer lebt. Ein kleines bisschen Minimalismus lässt sich prima in den Alltag einbauen

Minimalismus bezeichnet einen Lebensstil, der sich als Alternative zur konsumorientierten Überflussgesellschaft sieht. Seine Anhänger versuchen, durch Konsumverzicht Alltagszwängen entgegenzuwirken und dadurch ein selbstbestimmteres, erfüllteres Leben zu führen.“ – Quelle: Wikipedia.de

Es war nicht so,  dass ich eines Morgens aufgewacht bin und gedacht habe: So hab heute lebe ich minimalistischer. Es war ein Prozess, ausgelöst durch meine Weltreise. Der Auslöser war, dass ich in der großen weiten Welt gesehen habe in welchem Luxus wir zuhause leben und dass man eigentlich mit viel weniger klarkommt. Es ist eine Bereicherung für einen selbst, wenn man durch den Minimalimus eigentlich selbstverständliche Dinge wieder zu schätzen weiß.

Wie man in ein paar ersten kleinen Schritten den Alltag etwas minimalistischer gestaltet habe ich hier in meinen 7 Tipps festgehalten.

Minimalismus im Alltag: Weniger Besitz

Besitz besitzt dich, hat meine Mutter immer zu mir gesagt. Und sie hat recht. Macht es uns wirklich glücklicher wenn wir mehr Dinge besitzen? Es schränkt uns doch eher ein. Manchmal verliert man auch den Überblick über das, was man besitzt. Man schätzt die einzelnen Dinge gar nicht mehr, ja sie geraten vielleicht sogar in Vergessenheit. Vor kurzem habe ich bei mir radikal ausgemistet. Mein Zimmer stand voll mit alten Erinnerungen, Schmuckstücken von mir als Kind, vielen Büchern die ich einmal gelesen und wahrscheinlcih nie mehr lesen werde. Es fiel mir teilweise schon sehr schwer mich von den Dingen zu befreien und ein paar kleine Erinnerungsstücke haben natürlich überlebt. Aber seither habe ich wirklich das Gefühl ich kann wieder durchatmen und fühle mich wirklich befreit von altem „Balast“.

Minimalismus im Alltag: Weniger Klamotten

Fast jede Frau, ich schließe mich da absolut mit ein, besitzt zu viele Klamotten. Früher, vor meiner Reise, habe ich fast alle zwei Monate an die 300 € für Klamotten ausgegeben. Getragen habe ich meistens trotzdem nur meine Lieblingsteile. Selbst bei der Reise, wenn ich meine Reisebilder anschaue, auch von vorherigen Urlauben, hatte ich meist das gleiche Top und das gleiche Strandkleid dabei. Wozu hatte ich dann so viele Klamotten, dass ich bald keine Übersicht mehr hatte?

Seit ich wieder zurück bin in Deutschland hat sich mein Komsumverhalten was meinen Kleiderschrank betrifft sehr geändert. Ich habe gar keine Lust mehr neu einzukaufen, weil durch das ausmisten gemerkt habe, was ich alles tolles noch im Schrank habe. Und wenn ich mir doch mal wieder ein neues Kleidungsstück gönne , dann hat es jetzt einen ganz anderen Stellenwert als früher. Es geht nicht mehr in der Masse an neu gekauften Kleidern unter, ist etwas besonders und ich weiß immer, wo ich es her habe und was sich aktuell in meinem Kleiderschrank befindet.

Minimalistisch im Alltag: Kühlschrank leeren

Bei mir gab es einen Zeitpunkt in meiner damaligen Wohnung ab dem ich anfing mich für mich selbst zu schämen. Ich hatte so viele Lebensmittel gekauft, um für Eventualitätten vorzusorgen und war immer gewillt, den Kühlschrank zu füllen. Aber ich lebte alleine und wer selbst Single ist weiß, dass man da nicht immer so viel für sich selbst kocht, zumindest ging es mir so. Ist man dann noch spontan zum Essen eingeladen oder isst in der Kantine hat man prompt das Problem, dass Lebensmittel weggeschmissen werden müssen. Irgendwann hat mir da so das Herz geblutet, dass ich ein Einkaufsverhalten umgestellt habe. Ich habe immer nur noch das gekauft, was ich wirklich aktuell gebraucht habe, notfalls musste ich eben mehrmals die Woche einkaufen gehen.

Minimalismus im Alltag: Weniger Shoppen

Das vorhergehende Thema geht in dieses über. Das weniger Shoppen kann sich nämlich nicht nur auf den Kleiderkauf oder Lebensmittel beziehen sondern noch auf so viele andere Bereiche, wie zum Beispiel Deko für die Wohnung. Der Effekt ist derselbe: Man freut sich viel mehr über die kleinen, neuen Errungenschaften und schätzt diese mehr als früher.

Minimalismus im Alltag: Weniger Geld ausgeben

Auch weniger Geld zu haben oder zumindest mit weniger Geld zu haushalten gehört zum Minimalismus dazu. Ich gebe zu, früher hat Geld für mich nicht so eine große Rolle gespielt. Ich habe gut verdient, auf dem Land gelebt, war alleinstehend und hatte keine teuren Hobbys oder Laster. Wenn man aber auf einmal weiß, dass man nur noch einen bestimmten Geldbetrag für einen Zeitraum zur Verfügung hat, wie ich zum Beispiel bei meiner Reise, kann das einen sehr bereichern. Denn man wird kreativ, probiert Dinge aus, die man sonst vielleicht nicht tun würde, und schätzt auch wieder viel mehr, was man hat. Damit möchte ich jetzt nicht sagen, dass man wenig verdienen soll um sich freier zu fühlen, es hilft schon sich  den Wert des Geldes beuwsst zu machen, einen Großteil fest anzulegen oder zu spenden und mit weniger Geld zu haushalten.

Minimalismus im Alltag: Zu Fuß gehen

Einfach mal das Auto stehen lassen und stattdessen gewisse Wege zu Fuß gehen. Was das mit Minimalismus zu tun hat? Das man sich eben wieder auf sich selbst beschränkt und das, was man aus eigener Kraft schaffen kann. Auch wenn es anfangs Überwindung kostet, es tut der Seele gut und der Gesundheit sowieso. 🙂

Minimalismus im Alltag: Weniger Verpflichtungen

Das ist ein Punkt den ich selbst bisher auch nur teilweise umsetzen konnte. Mein Terminkalender ist voll bis obenhin und trotz meiner Bemühungen schaffe ich es noch nicht immer, mir genügend Freiräume für mich selbst einzuräumen. Was ich aber geschafft habe und was mein Leben sehr bereichert: Eine bessere Work Life Balance. Sich nichts abends auf das Sofa zu legen weil man müde von der Arbeit ist, sondern doch noch an das Konzert zu gehen, sich seinen Hobbys zu widmen und einfach das Leben zu genießen.

Die Umsetzung ist nicht immer leicht, auch ich habe es noch nicht in allen Bereichen geschafft. Aber ich merke schon wie kleine Veränderungen bei den genannten Punkten mich entstressen und mir gut tun. Probiert es aus.

: )

Wie du es schaffst, Achtsamer zu leben, beschreibe ich dir in diesem Artikel: https://neleworld.com/2018/12/05/achtsamkeit-leben-im-alltag/

Eure Nele

Categories: 2. Alltagsgeflüster

2 Comments »

  1. Leider hat es etwas länger gedauert, bis ich es geschafft habe mal wieder vorbei zu gucke – verzeih mir.

    Ein wunderbarer Artikel über Minimalismus.
    Mir geht es genau wie dir. Seit ich aus meinem Auslandsjahr wiedergekommen bin, werde ich erdrückt von allem möglichen Ramsch und Klamotten, die sich so angesammelt haben.

    Es ist eben ein deutlich befreiteres Gefühl zu wissen man kann all seine Sachen in einem Rucksack mit sich rumtragen im Vergleich zu meine Wohnung steht voll und ich weiß nicht mehr wie ich an irgendwas ran kommen soll.

    Ich hab übrigens auch mal einen Artikel über eine wissenschaftliche Studie gelesen der besagt hat, dass wenn wir weniger Entscheidungsfragen im Alltag beantworten müssen (was zieh ich an, was esse ich heute etc.) werden wir leistungsfähiger und produktiver in anderen Bereichen, weil wir weniger Energie für Banalitäten verschwenden.

    Minimalismus macht also obendrein noch schlauer!! 😂

    • Das macht doch nichts Tina, ich freue mich immer, wenn du bei mir vorbeischaust 🙂 Das mit der Studie ist ja hochinteressant, das wusste ich nicht.. Trotzdem hab ich immer noch viel zu viel aber ich bin dran mein Leben auszumisten 🙂 Liebe Grüße

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