Das Musical „Der König der Löwen“ in Hamburg

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The Lion King
Löwinnen . Copyright by Deen van Meer 

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Ich liebe Musicals. Warum? Weil sie dich für ein paar Stunden in eine andere Welt entführen, die Musik dich von den Stühlen reißt oder dir Tränen der Rührung ins Gesicht zaubert. Ich war schon in einigen Musicals aber der ‚König‘ aller Musicals war bisher nur ein unerfüllter Traum. Endlich konnte ich ihn mir erfüllen und das Musical    „ Der König der Löwen“ in Hamburg hautnah miterleben. Schon die Anfahrt zu dem Musical ist etwas ganz besonderes. Von den Landungsbrücken in Hamburg aus fährst du mit dem Schiff auf die andere Seite zum Theater im Hafen. Du siehst das Logo des Königs, wie es über dem Gebäude ragt und die Vorfreude steigt immer mehr.

Schon von der ersten Minute an war ich von dem Musical gefesselt. Von allen Seiten strömen die Tiere des Dschungels in ihren tollen Kostümen auf die Bühne und du sitzt mittendrin. Du weißt gar nicht, wohin du zuerst schauen sollst. Ein Kostüm ist schöner als das andere. Als dann alle zusammen auf der Bühne stehen, ist die Faszination perfekt.

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Copyright by Stage Entertainment Hamburg

Die Geschichte zu diesem Musical kennt wahrscheinlich jeder von uns. Es erinnert uns an unsere Kindheit, an die Disneyfilme von früher. Als Kind war ich natürlich hauptsächlich von den Tieren fasziniert und konnte noch nicht zwischen den Zeilen lesen. Aber in dem Musical ist mir aufgefallen, dass diese Story mehr enthält als nur eine schöne Geschichte. Sie enthält Metaphern, die wir auf unser Leben übertragen können.

Die Handlung des Musicals „ Der König der Löwen“

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Copyright by Stage Entertainment Hamburg

Der amtierende Löwenkönig Mufasa präsentiert seinem Volk den zukünftigen König, seinen Sohn Simba. Mufasa ist ein guter König und versucht seinem Sohn so viel wie möglich davon mit auf den Weg zu geben. Er erzählt ihm vom Kreis des Lebens und davon, dass jedes Lebewesen auf dieser Erde eine Daseinsberechtigung hat. Jedes Lebewesen ist wichtig. Und wenn ein Lebewesen von dieser Welt geht, wie zum Beispiel die verstorbenen Könige der Vergangenheit, dann leben Sie weiter. In uns und mit uns. Sie sind in Form der Sterne am Himmel immer ein Wegweiser für die Lebenden. Scar, der Bruder von Mufasa ist eifersüchtig, schließlich hatte er sich Hoffnungen auf den Thron gemacht. Er verbindet sich mit den Hyänen gegen die Löwen. Scar hat es sich zum Ziel gemacht, Simba zu töten. Dafür erzählt er ihm scheinbar versehentlich von einem Elefantenfriedhof, der natürlich die Neugier des kleinen Löwen weckt. Zusammen mit seiner Freundin Nala macht er sich auf den Weg zu dem Elefantenfriedhof. Dort sind sie den Hyänen schutzlos ausgeliefert, Mufasa rettet seinen Sohn und Nala in letzer Minute.

Daraufhin wagt Scar einen zweiten Versuch Simba zu töten und lockt ihn unter einem Vorwand in eine Schlucht. Auch hier kommen wieder die Hyänen, um Simba anzugreifen. Mufasa versucht erneut seinen Sohn zu retten, was sich dieses Mal aber als schwierig herausstellt. Er kann sich auf einen Felsvorsprung retten. Als Scar dort erscheint, schlägt er seine Krallen in Mufasas Pfoten und stößt ihn mit den Worten: „Lang lebe der König“ in die Tiefe. Mufasa stirbt. Simba trauert um seinen Vater und gibt sich die Schuld an dessen Tod, was von Scar auch noch bestätigt wird. Er fordert ihn auf wegzulaufen und Simba tut es.

Der kleine Löwe Simba liegt total erschöpft auf dem Boden in der Wüstensonne als Timon (Erdmännchen) und Pumbaa (Warzenschwein) ihn finden. Sie kümmern sich um ihn und bringen ihm die Lebensphilosophie „Hakuna Matata“ bei. Hakuna Matata ist Swaheli und bedeutet so etwas wie: „Es gibt keine Sorgen.“

Simba wächst heran und hat in Timon und Pumbaa gute Freunde gefunden. Eines Tages trifft er zufällig Nala wieder. Die Wiedersehensfreude ist groß und die Gefühle haben sich verändert. „Kann es wirklich Liebe sein?“ Es ist Liebe, endlich können es sich beide eingestehen. Nala erzählt Simba, was Scar mit dem Land macht und bittet ihn zurückzukehren. Aber Simba kann nicht. Zu groß sind seine Schuldgefühle. In dieser Situation öffnet Mufasas Freund Rafiki Simba die Augen. Er zeigt ihm mit Hilfe seines Spiegelbildes in einer Wasserpfütze, dass sein Vater Mufasa in ihm weiterlebt. Rafiki macht ihm klar, dass man seine Vergangenheit nicht verdrängen und vor ihr weglaufen darf. „Oh ja, die Vergangenheit kann wehtun. Aber wie ich es sehe, läuft man entweder davon oder aber man lernt daraus.“ Damit öffnete er Simba die Augen. Simba erkennt, was aus seinem Königreich geworden ist und kämpft zusammen mit den anderen Löwen gegen Scar und die Hyänen an. Der Kampf ist nicht leicht, aber sie gewinnen ihn. Scar stirbt durch den Sturz von einem Felsen und wird von den Hyänen getötet. Sie haben erkannt, dass sie nur von ihm ausgenutzt wurden.

Einige Zeit später präsentieren Simba  und Nala ihrem Königreich ihren neugeborenen Sohn. Der Kreis des Lebens schließt sich wieder.

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Rafiki. Copyright by Stage Entertainment 

 

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Copyright by Deen van Meer 

Wie das Musical „ Der König der Löwen“ mich mitgerissen hat

Dieses Musical ist für mich das Beste, in dem ich je war. Warum? Das hat mehrere Gründe. Zum einen sind die Kostüme und das Bühnenbild einfach der Hammer. Du fühlst dich, als wärst du mitten im afrikanischen Dschungel. Mein Blick war die ganze Zeit gebannt auf die Bühne gerichtet und ich war gefühlt mitten drin zwischen Löwen, Hyänen und den anderen Dschungelbewohnern. Dadurch konnte ich auch meine Emotionen manchmal nicht mehr unter Kontrolle halten und musste die ein oder andere Träne der Rührung verdrücken. Es war nicht einfach nur eine Geschichte, die hier erzählt wurde und die mich wieder in meine Kindheit zurückversetzt hat. Vielmehr war es auch ein Wegweiser für mich. Es zeigt, dass wenn zwei Lebewesen zusammengehören, dass sie auch irgendwann zueinander finden. Egal wie schwierig und aussichtslos die Situation erscheint. Das Musical verdeutlicht auch, was mir auch in meinem Blog so wichtig ist. Es ist wichtig das Leben zu genießen (Hakuna Matata) und die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Was in der Vergangenheit liegt können wir nicht mehr ändern, aber wir haben es in der Hand, wie wir unsere Zukunft gestalten. Was mich aufgrund meiner eigenen Geschichte am meisten berührt hat: Das Leben ist ein Kreis. Alles geht einmal zu Ende und Menschen die uns wichtig sind, verlassen uns. Aber es geht immer wieder weiter. Wenn auf der einen Seite etwas zu Ende geht, kann auf der anderen Seite etwas Neues beginnen. Im ewigen Kreis des Lebens.

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Der ewige Kreis. Copyright by Stage Entertainment 

 

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