Urlaub in Malta: Meine Tipps für Sehenswürdigkeiten und Ausflüge

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Malta, ein kleines Land im Mittelmeer bestehend aus drei bewohnten Inseln, das von vielen Touristen sehr lange übersehen wurde. Mittlerweile gewinnt das Land als Urlaubsregion jedoch immer mehr an Bedeutung in Europa und die Anzahl der Touristen nimmt stetig zu.  Ein Urlaub auf Malta wird immer beliebter. Wenn ich nur einmal meinen Freundeskreis betrachte,  kenne ich viele Menschen, für die ein Urlaub auf Malta auf ihrer Wunschliste ganz weit oben steht. Warum, habe ich mich gefragt? Was gibt es dort für Sehenswürdigkeiten? Was hat das kleine Land zu bieten? So einiges, wie ich bei meinem Urlaub in dem Land erfahren durfte.

Malta gehörte früher einmal zu Sizilien, die Insel ist ja auch nur ein Katzensprung von der italienischen Insel entfernt. Danach im zweiten Weltkrieg erfolgten einige Besiedelungen bis Malta 1964 schließlich unabhängig wurde. Zu dem Land Malta zählen die bewohnten Inseln Malta, Gozo und Comino. Seit 2004 gehört Malta außerdem der EU an. Die Amtsprache in Malta ist maltesisch, man hört die arabischen Einflüsse in der Sprache. So gut wie jeder Bewohner auf der Insel spricht aber auch Englisch, dies ist die zweite Amtssprache.

Die ersten Stunden Urlaub auf Malta

Vor meinem Urlaub hatte ich überhaupt keine Vorstellungen, was mich in dem Land erwarten würde. Klar habe ich mich informiert aber auch nicht so intensiv, wie ich es am Anfang meiner Reisezeit immer getan habe. Sich einfach mal treiben lassen und schauen was passiert, ist ja auch nicht immer das Schlechteste :). Es hatte sich ja spontan ergeben, dass Michelle, die ich auf meiner Weltreise in Australien kennengelernt habe, mich begleitete. Wir flogen beide von unseren Heimatflughäfen los und wollten uns am Flughafen in Malta treffen. Bei meinem Flug klappte alles einwandfrei. Ich genoss es, wieder über den Wolken zu schweben, mit Sicht auf die Alpen und das Meer.

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Auch wenn ich schon so oft geflogen bin, überkommt mich jedesmal ein Glücksgefühl, wenn ich diese Aussicht genießen kann und weiß, dass ich ein neues Land entdecken darf. In Malta angekommen hatte der Flug meiner Freundin jedoch leider zwei Stunden Verspätung. Blöd nur, dass der Flughafen in Malta sehr klein war und dazu auch noch im Umbau. Es gab nicht einmal Sitzplätze. So verbrachte ich zwei Stunden auf dem Boden wartend, füllte meine Instagramstory und wartete ungeduldig auf Ihre Ankunft. Als Michelle dann endlich da war, war es, als hätten wir uns erst gestern gesehen, obwohl es schon ein fast wieder ein Jahr her war. Perfekt, das würde ein guter Urlaub werden. Da war ich mir sicher.

Unsere Unterkunft, das The Seafront Tower, war ein Hostel, das früher einmal ein fünf Sterne Hotel war. Dementsprechend pompös sah der Eingangsbereich aus. Auch die Zimmer waren der Hammer, mit eigenem Bad, vier Betten im Dorm, die aber einzeln standen und eine Aussicht vom eigenen Balkon aus, die einfach nur „WOW“ war. Jedoch muss ich dazu sagen, dass der angepriesene Pool nicht, wie es auf den Bildern erscheint, auf dem Rooftop ist, sondern auf der anderen Straßenseite und man für die Liegen nochmals extra zahlen muss.

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Aussicht auf die Skyline von Malta bei Nacht von unserer Unterkunft aus
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Blick auf den Pool unserer Unterkunft auf Malta

Malta und die Stadt Sliema

Unsere Unterkunft befand sich in Sliema. Diese kleine Stadt liegt quasi gegenüber von der Hauptstadt Valetta. Hier befinden sich die meisten Hostels und Hotels. Laut Beschreibung im Internet gibt es hier einige Bars und Einkaufsmöglichkeiten. Das stimmt so auch, jedoch befinden sich die Bars alle an der Straße in einer Reihe. Kaum geht man in die Innenstadt ist davon nur noch wenig zu sehen. Das blühende Leben herrscht hier also nicht wirklich. An der Promenade reiht sich ein Touranbieter an den nächsten, hier befindet sich ein Hafen mit vielen Ausflugsbooten. Der Ort ist somit schon perfekt, um von hier aus Malta zu erkunden. Im Ort selbst gibt es aber nicht so viel zu sehen. Die Essenspreise hier sind recht teuer. Neben Valetta soll Sliema der teuerste Ort auf Malta sein.

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Sicht von Sliema auf Valetta

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Valetta:

Die Hauptstadt Maltas und ihre Sehenswürdigkeiten

Valetta ist mit rund 6 000 Einwohnern die bevölkerungsärmste und kleinste Hauptstadt der EU. Umso bemerkenswerter, dass die Stadt 2018 von der EU zur Kulturhauptstadt erklärt wurde. Diesen Titel hat Valetta durchaus verdient, denn auf Malta und somit auch in der Hauptstadt Valetta treffen verschiedene Einflüsse unterschiedlicher Kulturen aufeinander. Bis 1964 war Valetta eine britische Kolonie. Noch heute gibt es aus dieser Zeit ein paar „Überreste“, zum Beispiel herrscht hier immer noch Linksverkehr und die typischen, britischen Telefonzellen findet man in Valetta auch an jeder Straßenecke. In Malta und somit auch in Valetta sind aber, durch die geographische Lage des Landes, auch italienische und arabische Einflüsse zu spüren.

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Sicht auf die Hauptstadt Valetta
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Valetta, die Hauptstadt Maltas

Sehenswürdigkeiten in Valetta

Valetta ist für mich wieder ein Beispiel dafür, dass eine Stadt nicht unbedingt diese EINE, einzigartige Sehenswürdigkeit braucht, um zu glänzen. Valetta an sich ist eine Sehenswürdigkeit. Ich habe es geliebt durch die engen Gassen zu schlendern und das Flair dieser Stadt auf mich wirken zu lassen. Valetta hat eine besondere Aura, die man mit Worten, ja wahrscheinlich nicht mal mit meinen zahlreichen Fotos beschreiben kann. Man muss es erlebt haben 🙂

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Valetta
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Valetta

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Valetta
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Die Innenstadt von Valetta

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Aber natürlich gibt es auch hier die ein oder andere Sehenswürdigkeit, die man sich nicht entgehen lassen sollte, wie zum Beispiel die St. Johns Co. Kathedral, die bekannteste Kathedrale Maltas oder der Triton Brunnen am Valetta Busbahnhof . Da wir nur einen Tagesausflug nach Valetta gemacht haben, kann ich über die Sehenswürdigkeiten in Valetta leider nur bedingt Auskunft geben.

Upper Barraka Gardens und die Saluting Batterys

Diese Sehenswürdigkeit war mein Highlight in Valetta. Die Upper Barraka Gardens gehören zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf den Hafen und die Saluting Batterys. Außerdem ist das hier so eine Art Ruheoase. Hier kann man sich nach einem anstrengenden Städtetrip erholen und die beeindruckende Architektur um sich herum genießen. Die Saluting Batterys stehen auf einer kleinen Festung. Von hier aus wurde damals die Stadt gegen Angreifer verteidigt. Heute finden hier täglich um 12 Uhr die Mittagsschüsse statt, Kanonenschüsse, die nun als Touristenattraktion abgegeben werden. Von den Upper Barraka Gardens kann man diesen kostenlos zusehen.

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Upper Barraka Gardens
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Upper Barraka Gardens
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Upper Barraka Gardens
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Saluting Batterys

Sehenswürdigkeiten und Ausflüge rund um Malta

Wer genügend Zeit hat, der sollte unbedingt einen Ausflug auf die Nachbarinseln Comino und Gozo machen. Comino besticht vor allem durch die bekannte Blue Lagoon, Gozo durch eine tolle Landschaft. Da wir leider nicht so viel Zeit hatten, habe ich mich gegen meine Überzeugung für eine Tagestour mit dem Boot eines Tourveranstalters entschieden. Ich bin überhaupt kein Fan von solchen Touren. Man verbringt mehr Zeit mit der Anfahrt als an den Sehenswürdigkeiten aber trotzdem probiere ich es immer wieder mal aus. Es ist einfach der beste Weg in kurzer Zeit viel zu sehen. Aber das Geld hätten wir uns wieder einmal sparen können. Unsere Tour ging schon einmal eine Stunde verspätet los, was ziemlich ärgerlich war. Wie wir im Nachhinein feststellen mussten, wurde die fehlende Zeit anschließend nicht aufgeholt, d.h unsere Zeit pro Sehenswürdigkeit wurde nochmal kürzer. Wir verbrachten eigentlich mehr Zeit auf dem Boot als an Land aber so eine Fahrt über das Meer ist natürlich auch immer etwas tolles. Ich liebe es, wenn der Wind durch mein Haar pustet und ich auf dem offenen Meer unterwegs bin. Da wir mit einem ziemlich großen Schiff gefahren sind, wurde ich auch nicht seekrank :). Das erste Ziel der Tour war die Insel Gozo.

Die Insel Gozo

Die Insel Gozo unterscheidet sich vor allem dadurch von der Hauptinsel Malta, dass sie, vor allem in den Sommermonaten, viel grüner ist. Das Wahrzeichen der Insel Gozo war lange Zeit das „Azur Window“, eine Felsformation im Wasser. Diese Sehenswürdigkeit stürzte im Jahr 2017 aufgrund heftiger Winde und durch die Gewalt der Natur jedoch leider ein.

Bei unserem Tagesausflug hatten wir leider viel zu wenig Zeit um die Insel Gozo genauer zu entdecken. Genau 45 Minuten Zeit hatten wir, um die Hauptstadt Gozos ‚Victoria‘ kennen zu lernen. Sie begeisterte uns mit kleinen Gassen, interessanten Häusern und einem schönen Flair. Die Zeit war jedoch viel zu kurz, um einen wirklichen Eindruck von der Stadt zu erhalten.

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Victoria, die Hauptstadt von Gozo
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Victoria/Gozo

Anschließend ging es mit dem Schiff weiter zur Insel Comino und der berühmten Blue Lagoon. Auf dem Weg dorthin fuhr man noch an Caves vorbei, die vom Meer aus zu sehen waren und für die man eine separate Tour in einem Kleinboot buchen konnte. Das haben wir nicht gemacht.

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Caves von Comino

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Die Blue Lagoon empfing uns erwartungsgemäß mit wunderschönem, türkisblauem Meer aber leider auch viel zu vielen Touristen. Entspannung und das ‚perfekte Bild‘ waren da natürlich Fehlanzeige.

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Menschenmassen in der Blue Lagoon
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Blue Lagoon

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Dieser Tagesausflug war trotz der schönen Eindrücke wieder einmal der Beweis dafür: Wenn irgendwie möglich, sollte man ein Land auf eigene Faust erkunden. Für das Geld haben wir einfach viel zu wenig gesehen.

Marsaxlokk und der St. Peter’s Pool

Die Angestellte im Hostel und auch der Taxifahrer, der uns zum St.Peter’s Pool brachte, sahen uns verdutzt an. Man konnte regelrecht die Frage in Ihren Gesichtern sehen: „Was wollt ihr dort?“ Der Taxifahrer sprach das sogar aus und wies darauf hin, dass er Marsaxlokk und den St. Peter’s Pool nicht sonderlich schön fand. So unterschiedlich sind die Geschmäcker 🙂

Der Nachteil bei einem Ausflug zum St.Peter’s Pool ist, dass man ein Auto braucht oder eben ein Taxi, um direkt dort hin zu kommen. Oder aber man fährt mit der Fähre von Valetta aus bis nach Marsaxlokk und macht einen Spaziergang zum St. Peter’s Pool. Wir haben uns mit dem Taxi hinfahren lassen und sind danach nach Marsaxlokk gelaufen. Ich muss schon zugeben, der St.Peter’s Pool ist jetzt kein absolutes Highlight, dass man auf keinen Fall verpassen sollte. Aber es ist ein tolles Plätzchen am Wasser, ein kleiner natürlicher Pool, der noch nicht so überlaufen ist von Touristen. Hier kann man sich auf die Felsen legen und sich sonnen oder aber von den Felsen mutig ins türkisblaue Wasser springen.

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St. Peter’s Pool

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Nachdem wir dort zwei Stunden verweilt und dem Treiben zugeschaut haben, haben wir uns auf den Fußweg nach Marsaxlook gemacht. Am Anfang führt der Weg etwas an der Straße entlang und ist weniger schön aber gegen später führt er über einen kleinen Schotterweg zur Uferpromenade von Marsaxlokk. Insgesamt ist es ein Spaziergang von etwa einer halben Stunde dorthin.  Das kleine Fischerdorf Marsaxlokk hat uns sofort begeistert. Die vielen bunten Boote auf dem glitzernden Wasser, die schönen Gebäude im Hintergrund. Das Dorf hat Charme, auf jeden Fall. Aber auch hier ist es, wie in Sliema, sehr ruhig. Es gibt einige Restaurants und Cafes an der Uferpromenade, in denen man verweilen kann, um die entspannte Atmosphäre zu genießen. Zurück ging es dann mit dem Bus nach Valetta und von dort aus nach Sliema. Eine direkte Verbindung nach Sliema gibt es nicht.

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Marsaxlokk

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Ein Ausflug zum Golden Bay

Die Region rund um Valetta und Sliema ist nicht unbedingt für einen typischen Badeurlaub geeignet. Hier gibt es vor allem viele Klippen und Felsen und keinen Sandstrand. Trotzdem hat man hier auch die Möglichkeiten, ins Meer zu gehen, wenn man auf einen Sandstrand verzichten kann. Wer das nicht kann, hat aber auch auf Malta die Möglichkeit, Badeurlaub an einem Sandstrand zu verbringen. Dafür muss man lediglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln etwa eine Stunde von Sliema aus zum Beispiel zum Golden Bay fahren.

Der Strand ist einer der bekanntesten Strände auf Malta und trotzdem kam er mir nicht überlaufen vor. In zahlreichen Foren wird dieser Strand angepriesen, um den Sonnenuntergang anzuschauen. Das ist aber leider nicht möglich, zumindest nicht in den Sommermonaten, wie mir Einheimische erzählt haben. Trotzdem ist die Stimmung, gerade am Abend, sehr schön hier. Der Strand ist außerdem gut für Surfer geeignet.

Unweit vom Golden Bay, fußläufig erreichbar, gibt es noch zwei weitere Buchten, die schon bei der Ankunft am Golden Bay zu sehen sind. Diese sind noch etwas ruhiger und werden zum Beispiel nicht bewirtet. Von dort aus kann man kleine Wanderungen unternehmen und die Buchten von oben begutachten. Sehr empfehlenswert! Die Wanderungen sind leicht und mit normalem Schuhwerk gut zu meistern.

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Partyleben auf Malta

Wie gesagt, ist es in den Städten Valetta und Sliema trotz der steigenden Anzahl an Touristen sehr ruhig. Die Party steigt ausschließlich in einem Viertel und zwar in Paceville. Hier reiht sich eine Disko an die nächste. Von Latin, über Charts, bis R’n’B ist alles dabei. Und das Gute dabei: Die Eintritte in die Clubs sind frei, durch die viele Konkurrenz auf einem Fleck bekommt man immer wieder Karten für Freigetränke zugesteckt. Hier muss man einfach das Tanzbein schwingen.

Fazit zu meinem Urlaub auf Malta

Malta ist ein sehr schönes Land, das einiges zu bieten hat. Die Menschen hier sind sehr freundlich, der Tourismus wird langsam mehr aber es herrscht noch eine schöne Atmosphäre und nur die wenigsten Plätze sind total überlaufen. Außerdem gibt es in Malta fast jeden Abend ein Feuerwerk. Die Malteser lieben Feuerwerke und es gibt fast kein Fest, an dem kein Feuerwerk gezündet wird. Eine tolle Tradition, wie ich finde. Ich kann einen Besuch in Malta auf jeden Fall empfehlen 🙂

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Weitere Eindrücke aus Malta findet ihr in meinem Youtube Video

Malta Video

Eure Nele

 

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. DieReiseEule sagt:

    Jetzt freue ich mich richtig auf Malta im September.
    Danke für den tollen und erfrischenden Beitrag.

    Es grüßt
    DieReiseEule

    1. neleworld sagt:

      Das freut mich 🙂 Sehr gerne 🙂

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