Islas del Rosario: Kolumbiens Inselwelt

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Die Islas del Rosario, die sich in der Nähe der Kolonialstadt Cartagena de Indias  befinden, gehören zu den bekanntesten Schnorchel- und Tauchspots in Kolumbien. Die 28 kleinen Inseln sind von der Küste Cartagenas aus mit Schnellbooten und geführten Touren zu erreichen. Um einen Touranbieter für diesen Ausflug zu finden, muss man nicht lange suchen. Am Hafen von Cartagena stehen die Touranbieter nur so Schlange und versuchen die zahlreichen Touristen für sich zu gewinnen. Die Bootstouren bestehen meist aus einem Schnorchelausflug inklusive Überfahrt und Halt auf eine der vielen kleinen Inseln und einer kleinen Verpflegung. Wie immer, wenn man vorhat eine Tour zu buchen, sollte man sich vorher im Internet und vor Ort über die aktuellen Preise genau informieren, um nicht abgezockt zu werden.

Die Preise schwanken von Anbieter zu Anbieter, lagen im Jahr 2015 aber bei ca. 180 000 COP, was etwa 60 Euro pro Tour entspricht. Ein stolzer Preis für einen Tagesausflug und vor allem im Verhältnis zum Einkommen in Kolumbien. (Wenn man in Kolumbien monatlich ungefähr 700 Euro verdient, gehört man schon zu den etwas besser bezahlten Arbeitern).

 

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Islas del Rosario in Kolumbien

Eine Bootsfahrt zu den Islas del Rosario in Kolumbien

Die Anfahrt zu den Islas del Rosario dauert in etwa 1,5 Stunden. Nach dieser Fahrtzeit kommen dann so langsam die ersten Inseln in Sicht. Teilweise sind diese nicht bewohnt oder so klein, dass sich nur ein einziges Hotel darauf befindet.

Für diese Ausflugsfahrt sollte man unbedingt Medikamente gegen Reiseübelkeit dabei haben, denn die Fahrt über das offene Meer kann je nach Wetterlage sehr turbulent werden. Achterbahnfahrten sind ein Kinderspiel dagegen 🙂 Bei unserer Fahrt waren die Wellen so stark, dass das Boot die ganze Zeit auf dem Meer auf und ab gehüpft ist und dabei so hart auf dem Meer aufgeschlagen hat, dass ein Teil der Sitzmöglichkeiten innerhalb des Bootes auseinander gekracht ist. Daher halte ich es für ratsam, sich vor so einem Trip den Zustand des Bootes genau anzuschauen. Die Schnorchelausrüstung wird meist von den Touranbietern gestellt. Auch hier sollte man sich aber nicht auf andere verlassen, sondern selbst die Ausrüstung auf Fehler und Mängel prüfen. Man darf nie vergessen, dass man sich in Lateinamerika befindet und hier keine vergleichbaren Sicherheitsprüfungen wie in Europa stattfinden.

Die Touren sind meist in mehrere Etappen aufgeteilt, sodass es auch für diejenigen, die nicht schnorcheln möchten, ein alternatives Programm gibt. Das kann zum Beispiel aus dem Besuch eines Unterwassermuseums bestehen oder ein paar Stunden Entspannung am Strand.

Die Inseln Islas del Rosario

Die Islas del Rosario bestechen durch türkisfarbenes, klares Meer und viele kleine idyllische Inseln. So stellt man sich die Karibik vor. Es war damals, 2016, das erste mal für mich, dass ich so klares, türkisfarbenes Wasser gesehen habe und ich war natürlich hin und weg.

Die Hauptinsel der Islas del Rosario ist die Isla Grande. Hier leben circa. 700 Menschen in einem kleinen Dorf in einfachen Verhältnissen. Diese Insel habe ich jedoch leider nicht besucht.

Eine absolute Trauminsel mit unbeschreiblich schönem, türkisfarbenem Meer ist die Insel Playa Blanca Baru. Diese Insel ist bei Touristen sehr beliebt, hier gibt es Bars und Party am Strand und einige Unterkünfte, sodass der Strand leider ziemlich überfüllt ist. Vor allem als ich dort war, waren gerade Ferien und von einer entspannten Karibikstimmung kaum mehr etwas zu spüren. Die Menschenmassen habe ich versucht auf meinen Fotos zu kaschieren aber es gibt kaum ein Bild ohne Personen darauf. Es war einfach zu voll.  Das Meer hatte jedoch eine Farbe wie in meinen Träumen, atemberaubend schön, Karibikfeeling pur.

Auf einzelnen Inseln dieser Islas del Rosario gibt es Hotelresorts, auf denen absolute Ruhe garantiert ist. Man kommt auf die Inseln nur mit dem Boot von Cartagena, kein Flughafen, keine andere Verbindung. So kann man seinen Urlaub wirklich in Abgeschiedenheit mitten in der Karibik erleben.

Vom Schnorcheln selbst waren wir, wie bereits in meinem Reisebericht über Kolumbien geschrieben, jedoch enttäuscht. Es waren kaum Fische zu sehen und die Korallen waren schon zum Großteil abgestorben. Vielleicht hatten wir einfach nur Pech aber für mich hatte sich das schnorcheln nicht gelohnt.

Fazit 

Trotz allem : Eine Bootstour zu den Insel gehört zu einem Aufenthalt in Kolumbien einfach dazu. Dem Stadtleben entfliehen und die Karibik auf dem Boot genießen. Die Bilder des türkisfarbenen Wassers werde ich nie mehr vergessen 🙂

 

Eure Nele

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