Die Grachtenstadt: 3 Tage in Amsterdam

Jeder schwärmt von der niederländischen Hauptstadt Amsterdam.  Endlich habe ich es geschafft, mir selbst ein Bild von dieser Stadt zu machen. Ein Wochenende ist dafür natürlich viel zu wenig. Trotzdem haben wir meiner Meinung nach für die kurze Zeit ganz schön viel gesehen. Was das war und wie es mir gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Artikel 🙂

Der erste Eindruck der Grachtenstadt

Kaum aus dem Bahnhofsgebäude getreten fällt mir sofort eines auf: Die vielen Fahrräder. Amsterdam ist die Stadt der Radfahrer. Es gibt hier bis zu 800 000 davon. Begünstigt wird das Radfahren hier natürlich durch die flachen Straßen und durch die engen Gassen, per Rad kommt man einfach am schnellsten voran. Aber das ganze ist nicht ungefährlich. Mir ist kaum ein Fahrer aufgefallen, der einen Helm trug und das bei dem extremen Verkehr. Auch als Fußgänger muss man ganz schön aufmerksam sein, einfach mal auf dem Handy rumtippen, während man über die Straße läuft ist da nicht 🙂

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Massen von Fahrrädern am Bahnhof in Amsterdam

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Das Bahnhofsgebäude von Amsterdam

Ansonsten gefiel mir die Stadt auf den ersten Blick, allein schon aufgrund des vielen Wassers, dass sich seinen Weg durch die Stadt bahnt. Städte am Wasser liebe ich einfach:) Auch die schönen Gebäude sind mir sofort aufgefallen. Hier gibt es wieder viel zu viele Fotomotive für mich 🙂

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Amsterdam wirkt auf mich sehr international. Neben der niederländischen, deutschen und englischen Sprache hört man auch ganz viele spanischsprachige Menschen.

Wissenswertes

Der Name Amsterdam ist eine Ableitung des Wortes „Amstel“ (der Name des Flusses der durch die Stadt fließt) und des Wortes „Damm“, der damals errichtet wurde. Die Stadt wird auch das Venedig des Nordens genannt.

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Grachten

Amsterdam hat insgesamt 100 sogenannte Grachten, was in diesem Zusammenhang so viel wie „Kanal“ bedeutet. Diese Grachten zusammen sind insgesamt über 100 Kilometer lang und es sind über 1000 Brücken darüber gebaut.  Die Herrengracht soll hierbei eine der schönsten Grachten sein. Die Grachten sind seit 2010 Teil des UNESCO Kulturerbes.

Überall in der Stadt verteilt, sieht man auf Häusern, Flaggen und Karten drei weiße, aufeinanderfolgende Kreuze. Diese sind ein Symbol für die Flagge der Stadt, die aus diesen Kreuzen auf schwarz/rotem Hintergrund besteht.

Sehenswürdigkeiten für dein Wochenende in Amsterdam

Die Stadt an sich ist schon die reinste Sehenswürdigkeit. Es gibt Städte, in denen man keinen genauen Plan braucht, nicht eine Sehenswürdigkeit nach der anderen abklappern muss, weil es in den Straßen selbst schon so viel zu sehen gibt. Zu diesen Städten zählt Amsterdam auf jeden Fall. In den zwei Tagen, in denen wir dort waren,  sind wir extrem viel gelaufen und haben immer wieder süße Cafes, imposante Häuser, verwinkelte Gassen und schöne Grachten entdeckt. Deshalb mein Tipp: Trotz Iamsterdam Card (eine Karte mit der man die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzen kann und freie Eintritte in Museen etc. erhält), soviel wie möglich zu Fuß entdecken.

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Amsterdam bei Nacht

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Typisch für Amsterdam: Die Grachten und die Hausboote

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Das Stadtbild

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Eine Grachtenfahrt

Die einzige Ausrede, Amsterdam nicht zu Fuß zu entdecken ist eine Grachtenfahrt. Es gibt hier viele verschiedene Anbieter, die so eine Fahrt auf einem kleinen Boot durch die Grachten anbieten. Eine einfache Fahrt dauert zwischen 1-1,5 Stunden, man kann aber auch in Ticket für Hop On Hop Off buchen und somit an jeder beliebigen Station innerhalb 24 Stunden ein und wieder aussteigen.  Je nach Anbieter kostet eine einfache Rundfahrt um die 16 Euro pro Person und ein Hop On Hop Off Ticket um die 20 Euro. Eine solche Fahrt mit dem Boot ist ein Muss, so entdeckt man die Stadt auf dem Fluss, fährt vorbei an den vielen tollen Hausbooten und Sehenswürdigkeiten und kann sich einen guten ersten Eindruck von der Stadt verschaffen.

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Das Nemo Museum. Sehenswürdigkeit und Einstiegspunkt bei der Grachtenfahrt

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Am Wochenende sind viele Touristen in Amsterdam unterwegs

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Grachtenfahrt: Vorbei an den unzähligen Hausbooten der Stadt

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Die Grachten

Das Anne Frank Haus

In Amsterdam befindet sich das berühmte Museum und Haus von Anne Frank. Anne Frank war damals ein Opfer des Holocaust, flüchtete mit ihrer Familie nach Amsterdam und hielt ihre Gedanken in einem Tagebuch fest. Dieses Tagebuch wurde damals von Ihrem Vater veröffentlicht und Anne somit zum Inbegriff der Holocaust Opfer. Das Haus steht in der Prinsengracht in Amsterdam unweit des Museums.

Der Tulpenmarkt

Holland ist bekannt für seine bunten Tulpen, also nicht weiter verwunderlich, dass der Tulpenmarkt in Amsterdam zahlreiche Touristen anzieht. Die Preise sind dementsprechend teuer und man merkt, dass dieser Markt stark auf die internationalen Besucher ausgelegt ist. Trotzdem gibt es hier wirklich eine Unmengen an schönen, bunten Tulpen zu kaufen und ein schlendern durch den Markt gehört auf jeden Fall zu einem Besuch in Amsterdam dazu.

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Der Tulpenmarkt von Amsterdam

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Hier kann man nicht nur Tulpen kaufen….

NDSM Streetart

Ja ihr habt richtig gelesen. Amsterdam hat auch Streetart zu bieten, legal sogar und in einem Gebiet, dass wirklich sehr speziell ist. Hinter dem Bahnhof fahren mehrmals täglich kostenlose Fähren zu NDSM. Dort angekommen ist man erst einmal kurz etwas erstaunt. Das Industriegebiet wirkt auf den ersten Blick nicht gerade interessant für Touristen aber genau das macht es aus. Hier trifft man auf Containerhäuser und Streetart sowie Kunst von unterschiedlichen Künstlern. Das Gebiet ist zwar leider nicht groß und schnell abgelaufen aber wer Streetart liebt und ein Auge für kleine, künstlerische Details hat, ist hier genau richtig 🙂

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Amsterdam ist nicht gerade bekannt für Streetart. Aber es gibt sie 🙂

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Streetart von Amsterdam

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Da geht das Herz der Streetart Liebhaber auf 🙂

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Containerhäuser in Amsterdam

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Das Rotlichtviertel

Zu einem Besuch in Amsterdam gehört es auch, einmal durch das Rotlichtviertel der Stadt zu laufen, da dieses sehr bekannt ist. Abends durch diese Straßen zu flanieren war vergleichbar mit Windowshopping beim Samstagseinkauf. Die Frauen räkelten sich knapp bekleidet in den Fensterscheiben der Läden und warteten auf Ihre nächsten Kunden. Die Menschen zogen daran vorbei, riskierten aber oft nicht mehr als ein paar Blicke. Das alles hatte für mich wirklich den Charakter eines Marktes und wenig mit Erotik zu tun. Wem es gefällt … 😉

Einzigartige Häuser

Die Häuser in Amsterdam haben großen Einfluss auf den Charme dieser tollen Stadt. Zudem steht in Amsterdam das schmalste Haus der Welt. Generell sind die Häuser in Amsterdam sehr schmal gebaut, wer im oberen Stock wohnt, muss Möbel durch die Fenster in die Wohnung hineinbekommen, die Treppenhäuser sind dafür meist zu schmal gebaut.

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Eines der schmalsten Häuser der Welt in der Innenstadt

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Amsterdam City Centre

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Außerdem gibt es in Amsterdam viele schräge Häuser. Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, entdeckt immer wieder schiefe Hausfassaden. Das bekannteste schiefe Haus der Stadt, dass zudem noch freistehend ist, seht ihr hier:

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Das schiefe Haus von Amsterdam

Der A’dam Lookout

Es gibt hier nicht viele Möglichkeiten, die Stadt von oben zu sehen. Rooftop Bars mit Blick über die Stadt sucht man hier ziemlich vergebens. Der einzige wirkliche Lookout befindet sich im Norden der Stadt. Dorthin kommt man auch wieder mit der kostenlosen Fähre, die hinter dem Hauptbahnhof abfährt. Um auf den Lookout zu kommen zahlt man jedoch einen Eintrittspreis von 13,50 Euro pro Person, für die Benutzung der Schaukel, die sich dort oben befindet, zahlt man nochmals extra. Wir haben daher auf diese Sehenswürdigkeit verzichtet.

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Der A’dam Lookout

Mein Fazit

Amsterdam ist eine wunderschöne Stadt mit viel Charme, tollen Gassen, netten Menschen und tollen Sehenswürdigkeiten. Am Wochenende wirkt die Stadt aber auch sehr überfüllt von Touristen. Die Preise für Unterkünfte und Essen sind sehr hoch, rechtzeitiges Buchen der Unterkünfte lohnt sich also. Zwei Tage waren definitiv zu kurz, um diese tolle Stadt richtig kennen zu lernen, es war aber ausreichend um zu sagen: Ich komme gerne wieder 🙂

Die Fotos in diesem Beitrag wurden hauptsächlich von meiner Reisebegleitung Chris gemacht, da mein Handy leider den Geist aufgegeben hat. Hier findet Ihr sein Instagramprofil: Christian_biel92

Eure Nele

Vor unserer Reise nach Amsterdam waren wir in Köln unterwegs. Hast du den Bericht dazu schon gelesen?

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