Mein erster Eindruck von Zürich

Letzte Woche habe ich es endlich mal geschafft für einen Tag in die schöne Schweiz nach Zürich zu fahren. Das hatte ich schon so oft vor und irgendwie hat es nie geklappt. Wenn ich das so erzähle hört es sich an, als sei Zürich unerreichbar für mich, dabei sind es mit dem Zug gerade einmal um die vierzig Minuten Fahrtweg von meiner Heimat aus:)

Das erste Kennenlernen der Stadt Zürich

Naja jedenfalls habe ich letzten Montag das Nützliche mit dem Schönen verbunden. Ich bin nach Zürich gefahren, um mich dort mit einem Freund von mir zu treffen. Der beste Ort, um sich in Zürich mit jemandem zu verabreden ist der Bahnhof:) In dem Gebäude gibt es einen sogenannten „Treffpunkt“, ein Ort, der mit einem runden Kreis und Pfeilen gekennzeichnet ist. Hier verabredet man sich, um sich im Gewirr der Menschen nicht zu übersehen. Eine klasse Idee wie ich finde. Über das Wiedersehen habe ich mich natürlich sehr gefreut. Seit fünf Monaten hatten wir uns nicht mehr gesehen und es war sofort wieder vertraut. Das macht eine gute Freundschaft für mich aus 🙂

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Treffpunkt am Bahnhof Zürich

Sehenswertes in Zürich

Wir hatten nicht vor, irgendwelche Sightseeingpunkte abzuklappern, sondern wollten uns einfach treiben lassen. Meiner Meinung nach lernt man eine Stadt so am Besten kennen und bekommt ein Gefühl dafür, ob man sich dort wohlfühlt. Wie man bereits an der Überschrift erkennen kann: Mein Ziel ist es, in die Schweiz und speziell nach Zürich auszuwandern. Diese Entscheidung habe ich getroffen, ohne Zürich jemals richtig kennengelernt zu haben. Ich liebe die Schweiz, die Landschaft, die Natur und die Menschen dort. Zürich ist nah an meiner Heimat und nach einem Jahr auf Reisen möchte ich nicht wieder zu weit weg von meinem Freunden hier. Außerdem hat Zürich einen Flughafen, das macht es mir als Globetrotterin einfacher, spontan mal irgendwo hinzufliegen:) Jetzt musste mich also nur noch die Stadt überzeugen.

Wir hatten Sonne bestellt und bekamen sie auch geliefert. Es war ein herrlicher, sonniger Tag. Es war das erste Mal in diesem Jahr, dass ich meine Sonnenbrille auspacken konnte und es mir warm wurde beim umherlaufen. Jeder Ort wirkt nochmal viel schöner, wenn die Sonne scheint 🙂 Mein Körper schrie regelrecht nach dem Vitamin D. Ich habe es ihm gerne gegeben 🙂

Obwohl ein entspannter Tag an erster Stelle stand, durfte ein kleines bisschen Stadtkunde natürlich nicht  fehlen.

Die Züricher Bahnhofstraße

Die Bahnhofstraße in Zürich hat den Ruf, eine der teuersten und nobelsten Einkaufsstraßen der Welt zu sein. Hier tümmeln sich zahlreiche Luxusgeschäfte und bekannte Marken. Die Miete für eine Verkaufsfläche hier soll nahezu unbezahlbar sein. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb versprüht die Straße einen gewissen Charme. Einfach mal durchlaufen, das Flair genießen aber auf keinen Fall in die Schaufenster schauen, es ist sowieso unbezahlbar 🙂

Der Sechseläutenplatz in Zürich

Dieser Platz befindet sich zwischen Bellevue und der Oper von Zürich. Den Namen hat der Platz von einem Brauch, der hier immer Mitte April stattfindet. Beim „Sechseläuten“ handelt es sich um eine Art Frühlingsfest, bei dem der Böögg (eine Figur aus Wolle, die mit Knallkörpern gefüllt ist) verbrannt wird. Je schneller der Kopf dieser Figur abgebrannt bzw. vom Körper abgefallen ist, umso schöner soll der kommende Sommer werden.

Wenn auf dem Platz keine Veranstaltung stattfindet, stehen hier vereinzelte Stühle, die sich prima dazu eignen, sich mit Freunden zu treffen und hier zu verabreden. Der Vorteil: Man kann sich hier hersetzen und die Sonne genießen, ohne etwas Trinken bestellen  zu müssen. Die Sitzmöglichkeiten sind unabhängig von Cafes oder Ähnlichem. Praktisch bei den hohen Preisen in der Schweiz 🙂

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Die Oper am Sechseläuteplatz

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Sechseläutenplatz

Zürich und das Wasser

Zu Zürich gehört natürlich der Zürichsee. Die Kombination aus Stadtleben, dem See, der in der Sonne glitzert und den schneebedeckten Bergen im Hintergrund ist ja genau nach meinem Geschmack:) Man braucht gar kein großes Programm, wenn man sich in Zürich aufhält. Was gibt es bei schönem Wetter besseres als am See zu sitzen und die Sonne aufzusaugen.

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Zürisee

In Zürich gibt es nicht nur den Zürichsee, sondern auch noch einen Fluss der durch die Altstadt verläuft und zwar die Limmat. Dieser See mündet anschließend in den Zürichsee. Für mich ist es wichtig, dass eine Stadt Wasser hat und dass es hier nicht nur den See sondern auch noch diesen Fluss gibt, rundet das Stadtbild nur noch mehr ab:)

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Die Limmat in Zürich

Kosten

Zürich wird seinem Ruf gerecht. Es ist richtig teuer! Für eine kleine Tasse Tee oder heiße Schokolade zahlt man locker um die sieben Franken.  Vom Essen will ich gar nicht erst reden:) Wer Urlaub hier macht, sollte also etwas Geld mitbringen, wird aber mit einer richtig tollen Stadt belohnt. Wenn man hier jedoch arbeitet und Geld verdient ist das Leben gut finanzierbar. Eine WG im Herzen Zürichs kostet zwar locker mindestens 1000 Schweizer Franken aber man verdient auch dementsprechend viel mehr.

Und jetzt? Was sagt mein Herz?

Ich muss sagen, dass ich positiv überrascht war von der Stadt. Bis heute bin ich unschlüssig, ob ich nun ein Stadtmensch oder ein Dorfmensch bin. Im Dorf bin ich aufgewachsen und mir ist dort einfach zu wenig los aber ich mag es, dass man viele Leute kennt und es nicht so anonym ist. In einer großen Stadt fühle ich mich durch den Verkehr und die vielen Menschen oft gestresst und mir fehlt das „Zuhausegefühl.“ Auf den ersten Blick hat Zürich für mich daher die ideale Mischung. Es ist eine große Stadt, in der viel geboten ist und es nicht so schnell langweilig wird. Aber man muss nur zwei Straßen von der Hauptstraße abweichen und schon kommt man in ruhigere Gegenden. Die Stadt hat definitiv Charme durch schöne Gassen, beeindruckende Gebäude und das viele Wasser. Als mir mein Begleiter das höchste Gebäude der Stadt gezeigt hat musste ich lachen. Das sollte hoch sein? Wahrscheinlich war es genau das, was den Charme ausmachte. Zürich wirkte auf mich nicht zugebaut. Viel Verkehr gibt es hier trotzdem. Ich neige gerne dazu schusselig und gedankenverloren zu sein. Das könnte mir in Zürich zum Verhängnis werden, man teilt sich hier die Wege mit der Tram, verträumt sein kann so schnell gefährlich werden. Augen auf Nele! Sonst überstehst du hier keine zwei Monate 🙂

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Dream: Lebst du schon oder träumst du noch?

Mein Fazit: Ja ich könnte mir definitiv vorstellen in Zürich zu leben und von Deutschland in die Schweiz auszuwandern. Ich habe mich ein kleines bisschen verliebt in die Stadt:) Aber wie so oft im Leben liegt es nicht in meiner Hand. Es hängt von vielen Faktoren ab, ob ich letztlich dort lande oder in einer anderen Stadt. Mein Herz ist offen dafür, jetzt muss das Schicksal entscheiden.

 

Eure Nele 🙂

 

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