Vulkanwanderung und Vulkanboarding Cerro Negro (Leon)

Vulkanwanderungen sind immer etwas Spannendes und Besonderes. Mich beeindruckt dieses Naturphänomen immer wieder. Egal ob ein aktiver Vulkan mit Lava, ein aktiver Vulkan mit Vegetation oder ein Vulkan, der aussieht wie eine Mondlandschaft, es fasziniert mich. In Nicaragua und speziell in der Umgebung der Stadt Leon gibt es einige Vulkane. Der jüngste Vulkan Zentralamerikas ist der ‚Cerro Negro‘.  Er gehört zu einer Kette von Vulkanen in diesem Gebiet und gilt als aktiv.

IMG_0142

FB_IMG_1514753833173

Wenn man an manchen Stellen den Fuß in den Sand gräbt, spürt man die Wärme, die vom Inneren des Vulkanes kommt, dort befindet sich einige Meter unterhalb meiner Füße die Lava.

Der Wind weht hier bei diesem Vulkan immer nur in eine Richtung, dass ist der Grund, weshalb die eine Seite des Vulkanes flach abfällt und sich somit ideal zum Sandboarden eignet. Wie jetzt? Einen aktiven Vulkan mit einem Board herunterfahren? Verrückte Idee? Allerdings! Aber wie so oft beim Reisen denkt man: ‚Mir wird schon nichts passieren, alle anderen machen es ja auch.‘

Also haben wir uns mit den Veranstaltern von „Volcano Day“ auf den Weg zu diesem Abenteuer gemacht. Kosten: 30 USD. Inklusive ist die Abholung beim Hostel, ein T-Shirt, dass man sich aussuchen darf, ein freies Bier nach der Tour, ein kleiner Snack und die Wanderung inkl. Guide und das Board mit Ausrüstung.  Nehmt unbedingt einen Schal oder so mit, um damit euren Mund beim Surfen abzudecken, sonst schluckt ihr sehr viel Sand.

Wir hatten richtig Glück mit unserem Guide, alleine die 50-minütige Fahrt im Transporter war ein Spaß, über holprige Straßen begleitet von toller Musik.

 

 

Am Fuße des Vulkans angekommen, haben wir eine Einweisung bekommen. Leider wurde uns geraten, unsere Kameras aus Sicherheitsgründen im Auto zu lassen, bei einem Sturz beim Boarden würden diese brechen. Die Fotos wurden von den Veranstaltern gemacht und nach der Tour kostenlos zur Verfügung gestellt. Wir bekamen unsere Boards und die Ausrüstung, bestehend aus Handschuhen, einer Schutzbrille und einem Overall. Wir hatten die Wahl das Board selbst bei der Wanderung die ganze Zeit zu tragen oder für 4 Dollar jemandem unser Board mitzugeben. Ich entschied mich für die zweite Variante. Es war schon am Boden unten sehr windig, eine Wanderung mit dem Board wäre mir persönlich zu anstrengend und schwierig geworden.

FB_IMG_1514753899704

Insgesamt ist die Wanderung aber gut machbar ca. 1 Std lang, man bewegt sich meist auf Steinen und Geröll, daher ist gutes Schuhwerk sehr wichtig. Nur der Wind ist echt extrem dort oben, manchmal hatte ich das Gefühl ich wehe gleich davon😂

FB_IMG_1514755562305

Die Aussicht auf das Umland war traumhaft. Vieles erinnerte mich an meine Wanderung in Neuseeland im Tongariro Nationalpark (Laufen auf einer Mondlandschaft), nur ein paar Versionen kleiner alles. Besonders die zwei Krater waren natürlich wieder sehr beeindruckend. Wenn man sich die Kraft der Erde vorstellt, wird man leicht ehrfürchtig.

FB_IMG_1514756032328

FB_IMG_1514756039378

FB_IMG_1514755758247
An einem der Krater des Vulkans

Dann ging es zur Einführung für das Boarding. Die Geschwindigkeit könne man selbst regeln, je nachdem, wie man auf dem Board sitzt. Mit geradem Rücken relativ langsam, wenn man sich nach hinten lehnt, wird man schneller. Die Füße sollten immer den Sand berühren und man könne mit ihnen dann bremsen.

FB_IMG_1514756143229
Kurz vor dem großen Abenteuer

Zu meinem Entsetzen war ich die Zweite in der Reihe, die nun den Berg herunterrasen sollte. In dem Moment, wenn du da oben stehst, fragst du dich schon: „Bin ich eigentlich lebensmüde?“ Ja wahrscheinlich schon. Bis vor einem Jahr wäre ich den Berg nicht einmal hochgewandert und nun stand ich da, bereit mich in den Abgrund zu stürzen.

„Augen zu und durch!“ Ich saß auf dem Board und fuhr den steilen Abhang hinunter. Anfangs war ich richtig schnell, dann versuchte ich etwas zu bremsen und bekam zu viel Sand auf das Board, was mich etwas schlittern ließ. Insgesamt lief aber alles gut und ich kam heil unten an. Es hat Spaß gemacht und laut www.spiegel.de gehört das zu einem der Dinge, die man unbedingt im Leben gemacht haben muss. Erledigt😊

IMG_0143

 

 

FB_IMG_1514756174448FB_IMG_1514756184513

IMG_0145

Ob ich es allerdings nochmal machen würde, weiß ich nicht. Ich musste nach mir einige Stürze, teilweise auf den Kopf, beobachten. Es gibt hier immer wieder Unfälle. Etwas Schlimmeres ist als wir dort waren zum Glück nicht passiert.

IMG_20171231_142400
Danach war ich glücklich aber auch ganz schön schmutzig

Eure Nele

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Tina Pumuckl sagt:

    Heey Dani! Hier ist die Tina!

    Was du da erlebt hast klingt wirklich aufregend. Ja, die Bilder erinnern tatsächlich an das Tongariro Crossing.
    Das war ja schon anstrengend an manchen stellen. Wenn ich mir dann noch extremen Wind und rutschigen Untergrund dazu vorstellen muss dann klingt das schon heftig. 🙈

    Es war auf jeden Fall ne gute Entscheidung von dir dein Board nicht selbst zu tragen.
    In Te Paki im Norden von Neuseeland bin ich damals ja auch Sandboarden gewesen (wenn auch nicht auf einem Vulkan) und mich hats schon heftig weggeweht wenn ne Windböe kam.
    Spaß gemacht hats mir auf jeden fall, deswegen kann ich deine Begeisterung förmlich spüren.
    Das war ja auch immer ein Tagesausflug, den ich jedem empfohlen habe.

    Zum Glück ist dir aber nix passiert. So einen Vulkan runter zu rutschen ist nochmal n anderes Kaliber als eine Sanddüne.
    Tatsächlich hat es mich auch einmal gedreht und ich bin auf den Kopf gefallen. Meinem Holzkopf hat das zum Glück nix aus gemacht aber ich hatte massig Sand in den Augen und in den Haaren hab ich trotz dusche noch Tage später welchen gefunden. Haha.

    Es freut mich auf jeden Fall zu sehen, dass es dir wieder besser geht und ich hoffe ich kann dich bald mal wieder sehen, wenn du wieder auf deutschem Boden bist!

    Liebe Grüße,
    Tina

    PS: am Samstag ist der Umzug, komm mich doch in meiner neuen Wohnung besuchen 😊😜

    1. neleworld sagt:

      Danke für die Einladung,😊 müssen echt mal schauen wenn ich in Deutschland bin ob und wo wir uns treffen können 😊 danke für deine Unterstützung 😘😘

  2. Mit der Schutzkleidung bist du da wohl wirklich gut bedient. Ich habe den „Sand“ jetzt nie in der Hand gehabt aber es sieht so aus, als wäre er sehr glashaltig. Vulkanische Asche und Lapilli. Nichts, was man gerne einatmet, aber absolut faszinierendes Material 🙂

    1. neleworld sagt:

      Das kann gut sein, der Sand war nicht gerade weich aber definitiv eine spannende Erfahrung 😁😁

Kommentar verfassen