Iguacu: Die größten Wasserfälle der Welt

Dass der Besuch der größten Wasserfälle der Welt überhaupt noch wahr wird habe ich zeitweise echt bezweifelt. Die Flüge waren immens teuer und es gab Probleme mit der Buchung. Aber irgendwie war meinem Reisepartner und mir klar: Entweder Amazonas oder Iguacu müssen wir machen, das gehört einfach zu Brasilien dazu und Iguacu war dann doch etwas einfacher zu erreichen. Jeder, den wir auf der Reise kennengelernt haben, hat von diesem Ort geschwärmt, daher waren meine Erwartungen recht hoch. Wir mussten in Rio mitten in der Nacht aufstehen, um unseren Flug nach Iguacu zu erreichen und dann kamen wir am Flughafen an und der war erstmal noch geschlossen. Sowas habe ich auch noch nie erlebt. Und als wir dann unsere Boardingkarte drucken mussten, kam der nächste Schmunzler: Die sahen aus wie ein Kassenbon. 😂 Aber dann konnte es endlich losgehen und die Vorfreude war groß.

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Iguacu River & Staudamm Itaipú zwischen Paraguay und Brasilien
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Iguacu River

Die Iguacu Wasserfälle sind die größten Wasserfälle der Welt und können sowohl von der argentinischen als auch von der brasilianischen Seite besucht werden. Wir haben beide Seiten besucht aber in Argentinien geschlafen, was mir total wichtig war, um das Land kennen zu lernen und Spanisch sprechen zu können. Ich habe den Eindruck, dass die Menschen hier noch freundlicher und hilfsbereiter sind als in Brasilien und auf der Straße war überall Musik und die Menschen singen dauernd , richtig toll 😍

Iguacu argentinische Seite

Die argentinische Seite soll die schönere Seite sein, daher wollten wir diese eigentlich am Schluss besuchen aber aufgrund der Wetterbedingungen haben wir den Plan dann doch geändert. Der Eintritt in den Nationalpark kostet 500 Pesos pro Person, das sind umgerechnet 25 Euro. Auf den ersten Blick viel Geld für argentinische Verhältnisse aber im Nachhinein finde ich den Preis okay. Ein Zug der dich im Park umherfährt, schön ausgebaute Wege und Brücken, um den Park zu Fuß zu erkunden rechtfertigen den Preis. Achtet unbedingt darauf, dass ihr Bargeld in Pesos dabei habt, es wird keine Zahlung mit Kreditkarte akzeptiert und keine Zahlung in brasilianischen Real. Ein Ausweisdokument solltet ihr auch dabei haben, es wird teilweise verlangt, um den Park zu betreten.

 

 

 


Wer möchte, kann schon relativ zu Beginn des Parks an der Central Station in den Zug einsteigen, der zur Cataratas Station fährt. Ich empfehle generell alles was möglich ist zu laufen, die Wege führen durch den Dschungel und man sieht Schmetterlinge, Nasenbären, Affen und Echsen.

Nasenbärwanderung:

 

 

 

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Die Wege sind gut ausgebaut. Von der Central Station zur Cataratas Station sind es 300 mtr zu laufen, der sogenannte Greentrail. An den Stationen gibt es auch meist was zu essen, jedoch hauptsächlich Fastfood zu teuren Preisen.

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Von der Cataratas Station führen die verschiedenen Wege zu und um die Wasserfälle. Der Lower Trail, der Upper Trail und die Zugfahrt zur Garganta Station.

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Upper Trail

Wir sind zuerst den Upper Trail gelaufen, hier sieht man die Wasserfälle von einem seitlichen Abgrund. Der Rundweg ist 1550 mtr lang. Man hat hier den seitlichen Rundumblick auf die ganzen Wasserfälle was total beeindruckend ist.

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Ich habe noch nie in meinem Leben so etwas tolles gesehen. Ich liebe Wasserfälle aber das war natürlich nochmal eine ganz andere Hausnummer. Wir hatten richtig Glück, dass der Fluss aktuell so viel Wasser hat, wodurch das alles natürlich noch beeindruckender wirkte, leider war durch das Hochwasser das Wasser aber sehr braun und dunkel, was der Faszination aber trotzdem keinen Abbruch tat.
Ich mag gar nicht viel dazu schreiben, schaut euch die Bilder und Videos an, sie sagen mehr aus als Worte und kommen trotzdem noch lange nicht an das Erlebte ran, es war noch viel beeindruckender, als man das mit der Kamera einfangen kann.

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Teufelsschlucht

Zurück an der Cataratas Station sind wir dann mit dem Zug zur Garganta Station gefahren und von dort 1100 mtr zur Teufelsschluch gelaufen. Diese Schlucht ist wirklich gigantisch und zeigt nochmal eindrucksvoll, wieviel Kraft Wasser hat. Das tosende Rauschen des Wassers lässt dich einfach nur erfürchtig staunen. Auf dem Rückweg ist uns eine Nasenbärfamilie begegnet, die einer nach dem anderen aus dem Gebüsch kam und mit uns eine zeitlang auf der Brücke liefen. Mega beeindruckend😊

 

 

 

 

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Lower Trail

Zu guter Letzt sind wir dann von der Cataratas Station aus den Lower Trail gelaufen, also der Weg, vom dem aus du die Wasserfälle von unten siehst. Anfangs dachte ich, dass sei wahrscheinlich das unspektakulärste im ganzen Nationalpark aber es war doch nochmal absolut beeindruckend die Fälle aus dieser Perspektive zu sehen.

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Das Highlight: An einem Punkt des Weges stehst du sehr sehr nah an einem Wasserfall und wirst, wenn du das willst, plitschnass – Klar wollte ich😀

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Es war so ein unbeschreiblich tolles, einmaliges Gefühl. Auf dem Rückweg gab es dann auch noch 1-2 kleine Wasserfälle zu sehen und irgendwie wollte ich gar nicht gehen.

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Wenn man diesen Weg nimmt kommt man normalerweise auch zur Bootstation, die zur San Martin Insel fährt. Leider war die Insel aufgrund des Hochwassers zu dem Zeitpunkt als ich dort war, geschlossen.
Übrigens gibt es hier am Lower Trail auch ein Restaurant mit All You Can Eat Buffet . Auch nicht gerade günstig aber immerhin kein Fastfood und lecker 😀
Wir haben für die ganze argentinische Seite den kompletten Tag gebraucht. Wenn die Insel offen ist oder man noch einen anderen Trail laufen oder eine Adventure Tour machen will, kann man für den Park auf argentinischer Seite locker 2 Tage einplanen.

Brasilianische Seite Iguacu

Die Anreise von der argentinischen Seite mit dem Bus (Rio Uruguay) ist ziemlich zeitintensiv. Zuerst mussten wir fast 1,5 Std auf den Bus warten und dann haben wir viel Zeit mit warten an den beiden Grenzen verbracht, man muss nämlich jeweils bei der Einreise und Ausreise den Reisepass vorlegen und stempeln lassen. Der Eintritt auf der brasilianischen Seite kostet 65 Real das sind ca 17 Euro. Im Gegensatz zur argentinischen Seite wartet nach der Kasse nicht direkt der Park auf dich, sondern ein Bus, der dich zu unterschiedlichen Stationen bringt. Die meisten davon sind AdventurePoints und kosten extra. Wenn man den normalen Weg laufen möchte, steigt man am der dritten Station aus. Dort wartet dann ein ca. 1,5 km Rundweg auf einen. Zugegeben, die Wasserfälle sind auch von hier überragend und schön anzusehen. Aber nach max. Einer Stunde hat man theoretisch das Wichtigste gesehen, dafür finde ich den Preis ziemlich überteuert. Wer beide Seiten sehen will, sollte mit der brasilianischen anfangen, da diese sonst im Vergleich mit der argentinischen verliert. Meiner Meinung nach kann man bei Zeit oder Geldmangel aber sogar auf den Besuch der brasilianischen Seite verzichten.

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Parque das Aves

Wer in Iguacu einen Ausgleich zu den Wasserfällen sucht, dem kann ich diesen Vogelpark neben dem Nationalpark auf brasilianischer Seite empfehlen. Der Park ist sehr liebevoll angelegt und man sieht einheimische Vögel, Schlangen, viele Schmetterlinge und Papageie. Teilweise sind die Tiere zwar in großen Gehegen aber man hat trotzdem das Gefühl Ihnen in der freien Wildbahn zu begegnen. Vor allem die Papageien haben es mir so angetan. Das Geschrei war ohrenbetäubend aber so voller Leben, es war einfach nur WOW !

 

 

 

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Iguacu ist definitiv einen Besuch wert. Ich kann jedem nur empfehlen dieses Naturwunder persönlich kennen zu lernen.😊

 

Nele

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. lifesnapx sagt:

    Super Bericht 😊 hatte die Wasserfälle gar nicht auf dem Schirm 🙄 kommen sofort auf die Bucket List!

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    1. neleworld sagt:

      Vielen Dank das freut mich 😊 ging mir damals ähnlich aber gehört definitiv auf jede Liste 😊

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  2. Wow, die sind ja wirklich beeindruckend. Noch eine gute Reise. Liebe Grüße aus Neuseeland, wir sind auch grde auf Tour. 🙂

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    1. neleworld sagt:

      Neuseeland ist toll ganz viel Spaß 😊😊😊

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