Die brasilianische Trauminsel Ilha Grande

Die Ilha Grande ist eine bekannte Insel in der Nähe von Rio de Janeiro in Brasilien und hat bereits eine spannende Vergangenheit. Früher diente die Insel zuerst als ein Piratenzufluchtsort. Wenn man heute durch Teile der Insel läuft, kann man sich das noch lebhaft vorstellen. Danach war die Insel bekannt als Sklavenumachlagsplatz, später wurde sie zur Kolonie für lebrakranke Menschen. Zuletzt war die Insel eine Art Gefängnisinsel und erst Anfang der 90er Jahre wurde dieses Gefängnis aufgelöst. Die Vergangenheit der Insel sieht also nicht gerade rosig aus, heute ist es jedoch eine absolutes Paradies für Urlauber.

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Die Fahrt von Paraty zur Ilha Grande inkl. Fähre dauert ca. 4 Std und kostet 85 Real. Zahlt auf gar keinen Fall mehr. Es gibt einige Touranbieter, die den doppelten Preis wollen. Kleiner Tipp : Fragt in Hostels nach, diese haben meist den direkten Kontakt zu den Anbietern und man zahlt einen fairen Preis. Ich habe mich auch von Hostel zu Hostel durchgefragt.
Die Fähre hält dann am Hafen Ort Abbrao. Hier ist auch das meiste Leben, die meisten Hostels und Supermärkte. Achtung: Auf der kompletten Insel gibt es keinen einzigen Geldautomaten. Also unbedingt genügend Bargeld dabei haben oder wenn möglich mit Kreditkarte zahlen.

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Wir hatten uns hier für die ersten 2 Nächte eine Unterkunft in einer kleinen Bucht direkt am Meer gebucht. Total idyllisch aber man kommt nur mit einem Taxiboot hin. Auch hier ist handeln angesagt, mehr als 150 Real sollte man dafür nicht zahlen.

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Auf der Ilha Grande kann man einige Wanderungen unternehmen. Da ich leider aus unerklärlichen Gründen wieder einen sehr dicken, geschwollenen Fuß habe, haben wir nur die Wanderung zum Lopez Mendes Beach gemacht. Ich habe ja leider nicht die beste Kondition aber die Wanderung ist auf jeden Fall bei einer normalen körperlichen Fitness gut machbar, ich empfehle allerdings festes, rutschfreies Schuhwerk. Von unserer Unterkunft haben wir ca. 1,5 Std gebraucht, von Abbrao braucht man laut Einheimischen 2 Std ich schätze aber dass es eher an die 3 Std sind. Ich habe ja bereits gelernt, dass man sich auf brasilianische Zeitangaben nicht so sehr verlassen kann 😅 Man kommt dabei an insgesamt 3 Stränden vorbei.

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Der Strand von Lopez Mendes ist sehr weitläufig, windig mit vielen Wellen und daher ideal für Surfer. Bewirtet wird der Strand nicht also etwas zu Essen und trinken sollte man selbst mitbringen. Ich muss ehrlich sagen, dass mich der Strand jetzt nicht umgehauen hat, wahrscheinlich habe ich in den letzten Monaten auch einfach zu viele tolle Strände gesehen. Es war echt schön da und ich habe es geliebt, endlich wieder am Meer entlang zu laufen, Musik zu hören und klar mitzusingen😊 Mein momentanes Lieblingsbild dabei : „Hoy“ von Gloria Estefan.

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Nach einer Stunde relaxen am Lopez Mendes Strand haben wir dann entschieden, an den Strand davor zurück zu kehren, der uns besser gefallen hat und zwar der Strand von Palmas. Hier gibt es noch so ein Art Hausboot mit einem Restaurant und dieser Strand sieht einfach paradiesisch aus und so, wie ich mir Brasilien vorgestellt habe. Hier waren wir dann länger und haben die Sonne und den Strandtag genossen, bevor es auf den Weg zurück ging.

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Abends saßen wir in unserer Unterkunft noch am Strand und kamen mit einem Schweizer dort ins Gespräch. Generell merke ich, wie locker ich durch das Reisen mit anderen Menschen geworden bin. Ich suche regelrecht den Kontakt und habe keine Scheu andere Reisende anzusprechen. Das war früher ganz anders. Als der Schweizer dann sein Essen bekam, dass er bestellt hatte, merkte ich richtig, wie viel Hunger ich noch hatte. Zuvor hatte ich nur einen Salat gegessen ( das günstigste auf der Karte), denn irgendwie war die ganze Reise doch teurer als gedacht. Und so kam es, dass ich mich im Urlaubsparadies doch wieder wie ein Backpacker fühlte, weil die Leute um mich herum, also zwei davon, etwas von den Resten ihres Essens abgaben. Etwas peinlich war mir das ja schon, ich meine ich Reise um die Welt und bekomme Essensspenden aber das ist nun mal das, woranich am besten sparen kann. Alle fanden es lustig und ich konnte glücklich gesättigt ins Bett😊

Die zwei letzten Tage auf Ilha Grande verbrachten wir dann am Haupthafen in Abbrao. Den ersten Tag einfach nur gemütlich ein Smoothie am Strand trinken und die unbeschreiblich schöne Umgebung genießen. Es werden hier einige Bootstouren zu verschiedenen Stränden etc angeboten, ich habe darauf aber aus unterschiedlichen Gründen verzichtet.

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Abends haben wir dann noch etwas das Nachtleben ausgetestet und uns mit einem Paar getroffen, dass wir auf der Fähre kennen gelernt haben. Zu empfehlen ist der Biergarten, hier bekommt man ein Buffet angeboten auch mit vielen vegetarischen Optionen, abgerechnet wird pro Gewicht, d.h man zahlt nur für das, was man sich aussucht. Bier und Cocktails gibt es hier natürlich auch und ich konnte endlich meinen ersten Pina Colada schlürfen 😊

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Insgesamt hat es mir auf der Ilha Grande sehr gut gefallen 😊 Wahnsinn wie viele Touristen hier“abgefertigt“ werden.  Für das ist die Insel trotzdem sehr ruhig und perfekt zum Entspannen.

Als nächstes fliege ich nach Iguacu, extra auf die argentinische Seite, da ich unbedingt spanisch sprechen möchte. Jeder hier schwärmt von den Wasserfällen in Iguacu, ich bin gespannt 😊

Eure Nele😚😚

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