Reisetagebuch: Fazit meiner Pause Zuhause und wie es jetzt weiter geht

„Eine Veränderung kann manchmal ganz schön hart sein, aber noch härter ist es, sein lebenlang zu bereuen, es nicht versucht zu haben.“

Veränderung: Eine Pause zuhause

Langsam sollte ich mich an Veränderungen gewöhnt haben. Mein ganzes letztes Jahr war eine riesige Veränderung. Teilweise konnte ich selbst nicht mehr realisieren, was da alles in meinem Leben vor sich ging. Aus diesem Grund entschloss ich nach über 5 Monaten auf Reisen mir eine „Pause“ Zuhause zu gönnen. Ich hatte Angst vor dem Heimkommen, ja je näher der Zeitpunkt kam, wandelte sich die Angst sogar in Panik. Als ich am Flughafen in Zürich stand, mit meinem Rucksack auf dem Rücken und nur noch wenige Schritte von der Ankunftshalle entfernt, wäre ich am liebsten wieder umgedreht. So oft hört man Geschichten, dass Menschen nicht damit klar kommen, nach einer langen Reise wieder in den Alltag zurück zu kehren. Ich hatte es da einfacher, weil ich wusste, für mich geht der Ernst des Lebens noch nicht wieder los, ich habe noch die Hälfte meines Sabbatjahres vor mir. Trotzdem war es auch für mich nicht einfach. Es ist, als sei man nie weg gewesen, was einerseits schön ist aber andererseits auch beängstigend, denn ich war weg und ich hatte mich verändert, aber Zuhause war alles wie immer, so normal, so langweilig, so Alltag…

Und obwohl ich mir eigentlich Ruhe gönnen wollte, war ich dauernd unterwegs. Teilweise hatte ich das Gefühl, es niemandem recht machen zu können. Ich wollte wieder Zeit hier mit meinen Freunden verbringen, neu gewonnene Freunde von der Reise wieder treffen, neue Städte erkunden aber einfach auch mal Ruhe und Zeit für mich und meinen Blog haben. Letztlich habe ich es wohl nicht geschafft allen gerecht zu werden, Vorwürfe und bissige Kommentare musste ich mir leider teilweise anhören. Trotzdem war die Zeit in Deutschland alles in allem fabelhaft. Ich konnte neue Städte erkunden, wie ihr in meinem Bericht 14 Tage 3 Länder  lesen konntet und dabei neu gewonnene Freunde wieder treffen. Meine Freunde und Familie wieder zu sehen und zwei kleine wunderbare Menschen, die erst vor kurzem das Licht der Welt erblickt haben, waren für mich unbezahlbare Momente.

Das Reisen geht weiter

Nun geht es in wenigen Tagen erstmal wieder auf Reisen und ich stehe wieder an dem Punkt, dass ich gerade eigentlich gar nicht will. Jetzt habe ich mich wieder an das Hier und Jetzt gewöhnt, bin wieder angekommen und soll nun wieder in die fremde, große weite Welt alleine. .

Aber wahrscheinlich werde ich mich auch daran schnell wieder gewöhnen und schneller wieder im Reiseleben ankommen, als ich es mir jetzt vorstellen kann. Trotzdem, in der zweiten Hälfte meines Sabbatjahres möchte ich mich noch mehr treiben lassen. Am Freitag geht es für mich zu einer Hochzeit an die Amalfiküste, eine Woche später treffe ich eine Bekannte, die ich auf Reisen kennen gelernt habe in Florenz. Am 26. August geht es dann für mich in eine Sprachschule nach Sevilla. Alles was dazwischen und danach passiert ist vollkommen offen.

Aktuell habe ich nicht mehr das Bedürfnis, so wie im ersten Halbjahr zu reisen und jeden Tag etwas Neues zu sehen. Ich wünsche mir mehr Beständigkeit und Ruhe, Zeit für mich zu relaxen und an einem Buch zu schreiben. Mein Fokus liegt jetzt schon etwas mehr darin, wie es nach meinem Sabbatjahr weiter geht. Aus diesem Grund würde ich mir auch gerne im Spätsommer für ein paar Tage ein AirBNB in Zürich oder Umgebung nehmen, um zu schauen, ob ich mir vorstellen könnte hier zu leben und zu arbeiten. Ob das finanziell machbar ist, muss ich allerdings erst noch schauen🙈

Die letzten Tage haben mich tolle Nachrichten erreicht von Menschen, die begeistert sind von dem, was ich mache. Eine Nachricht von einer Person aus meiner Vergangenheit, über die ich mich sehr gefreut habe und  eine mir unbekannte Person hat sogar geschrieben, dass ich ihm mit meinen Blogposts die letzten Tage sehr geholfen habe und hat sich bei mir bedankt. So ein Feedback ist  unbezahlbar und zeigt mir: Egal wo mein Weg mich hinführt, wenn es Umwege gibt oder Planänderungen, es kommt letztlich so wie es gut ist. Der Weg ist das Ziel.

Eure Nele

 

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Angela sagt:

    Ich wünsche gute Reise und gutes Arbeiten an den Zielen. Aber: der Weg ist nie das Ziel. Das Ziel ist das Ziel. Ganz einfach. Der Weg dahin ist schön, schmutzig, qualvoll, hart, voller Erlebnisse und Erfahrungen. Aber ist nicht das Ziel. Wenn man ein wichtiges Ziel erreicht hat, dieses Gefühl dann, das sagt einem ganz genau, dass es darum geht – um das Ziel. Der Weg bleibt einfach nur das notwendige Hilfsmittel dahin.
    Wünsche dir viel Erfolg!

    1. neleworld sagt:

      Vielen Dank liebe Angela für deine Worte ☺

  2. Gute Reise Nele. Ich werde wieder dabei sein und freu mich schon auf deine Beiträge. Alles LIebe Annemarie

    1. neleworld sagt:

      Das bedeutet mir unglaublich viel 💛 Danke meine Liebe ☺

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