Tipps für Lissabon: Wie die Stadt glücklich macht !

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Lissabon

 

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Innenstadt von Lissabon

Wisst ihr , was mir durch Lissabon erst wieder bewusst wurde? Eine Stadt lebt nicht von seinen Sehenswürdigkeiten, seinen Straßen oder seiner Lage. Eine Stadt lebt vor Allem von seinen Menschen, von der Kultur die in der Stadt herrscht und dem Lebensgefühl.

Ankunft in Lissabon

Als ich in Lissabon ankam, war es mitten in der Nacht und ich hatte 4 Stunden Flugverspätung hinter mir. Also man kann sich vorstellen, dass meine Laune nicht gerade die Beste war aber ich freute mich sehr auf Lissabon. Ich hatte mir ein Hostel relativ zentral ausgesucht und war gespannt darauf, bei der Hinfahrt schon einen Eindruck von der Stadt zu bekommen. Doch als wir mit dem Taxi so durch die Straßen fuhren, war ich maßlos enttäuscht. Wo war das Flair, dass ich hier gehofft hatte zu finden? Die Straßen waren leer und kalt. Kein Leben, keine Farben, kein Flair.

20160807_202642Am nächsten Morgen bin ich dann auch dementsprechend aufgestanden. Total fertig von dem Flug und leicht unmotiviert. So ging ich dann auch im Halbschlaf die Treppen des Hostels runter nach draußen, um mir einen ersten Eindruck von der Stadt zu machen. Auf der Straße angekommen wurde ich erschlagen. Da draußen vor den Türen herrschte das pure Leben. Ein Straßenkaffee direkt vor meiner Türe, wo gestern noch alles menschenleer war. Menschen die fröhlich umherlaufen, Sonne, Strassenmusik. Eine andere Stadt als am Abend zuvor . Ich war happy. Und das meine ich damit. Eine Stadt kann noch so schön sein, Sie muss für dich persönlich Charme haben und dich mitreißen, ansonsten kannst du die Stadt nicht lieben. <3

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Das Leben pulsiert in Lissabon

Ein Strandbesuch in Lissabon

Um Lissabon herum gibt es viele Strände, anscheinend auch sehr traumhafte.

Der am Meisten empfohlene Strand von Einheimischen ist Cascais. Da ich selbst nicht dort war, kann ich dazu nicht  viel sagen. Viele aus meinem Hostel meinten aber, dass dieser Strand schön war, jedoch maßlos überfüllt und es sich daher nicht unbedingt lohnt den Fahrtweg von ca. 1 Stunde auf sich zu nehmen, zumindest nicht in der Hochsaison.

Ich persönlich war mit einer Bekanntschaft von Couchsurfing an der Costa da Caparica. Dieser Strand liegt an einem kleinen, nicht gerade schnuckligen Ort, hinter dem Strand befindet sich ein Naturschutzgebiet, d.h die Sicht vom Meer Richtung Land ist nicht zugebaut durch Häuser. Dieser Strand ist aufgrund seiner Lage ideal für Surfer, da man hier einen hohen Wellengang hat. Aber Achtung! Die Wellen sind nicht „Ohne“. Am Anfang lagen wir ganz nah am Meer, am Schluss nahe an einem Hang, da wir auf Grund der Wellen immer weiter aufrücken mussten. Lasst eure Sachen nicht unbeaufsichtigt. Einmal nicht aufgepasst und alle Sachen werden überschwemmt. Das ging uns ebenfalls so, auf einmal war das Meer da.

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Costa da Caparisa 

Der Strand ist von dem Stadtzentrum aus mit Metro&Bus oder Zug zu erreichen. Man fährt dabei über die Brücke die Brücke des 25. April und kann auch Fotos von der Cristo Rei Statue machen. Wenn ihr diese besuchen wollt: Auf die Öffnungszeiten achten, ein Besuch ist leider nicht zu jeder Zeit möglich, daher konnte ich das auch nicht mehr realisieren. Aber wenn man von der Stadt aus Richtung Wasser geht, hat man einen Blick auf die Statue und die Brücke was meiner Meinung nach auch völlig ausreicht.

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Cristo Rei Statue in Lissabon

Geschichtliches zu Lissabon

Noch kurz etwas geschichtliches hierzu: Die Brücke des 25. April (Ponte 25 de April) ist die zweitgrößte Hängebrücke der Welt. Über die Brücke führt eine 6 spurige Autobahn. Von der Bauweise erinnert sich an die Brücke von San Francisco. Ihren Namen hat Sie aus einem linksgerichteten Aufstand vom 25. April 1974.

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Ponte 25 de April 

Nahe der Brücke befindet sich dann auch die Cristo Rei Statue. Die Brücke und die Statue zusammen aus der Ferne begutachtet, geben einfach ein tolles Bild ab.  Die Cristo Rei Statue stellt Christus mit geöffneten Armen da, der diese in Richtung Lissabon ausstreckt. In Portugal gehört Sie zu einer der drei wichtigsten Wallfahrtsorte. Der Bau der Statue begann Ende des Krieges im Jahr 1949.

Zu Fuß auf Entdeckungstour durch Lissabon 

Meine persönliche Empfehlung für Lissabon: Laufen, Laufen ,Laufen. Ich habe Blasen an den Füßen und Sie sind blutig durch schlechtes Schuhwerk und die Pflastersteine und steilen Wege hier in Lissabon, aber es lohnt sich. Beim Herumlaufen entdeckt man schnucklige Gassen, schöne Gebäude und vieles mehr. Auf Grund der Lage und dadurch, dass es immer steil hoch geht, komm man auch immer wieder an schöne Aussichtspunkte. Wir sind so z.B an einen Platz gekommen, dessen  Namen  Miradouro de Santa Catarina ist. Von diesem höher gelegenen Platz hat man eine gute Aussicht auf die Brücke und die Statue, außerdem spielen dort immer wieder Musiker, man trifft viele Menschen, hauptsächlich“ Locals“, die dort sitzen und Bier trinken und kann den Abend gemütlich ausklingen lassen.

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Eine Alternative ist es natürlich mit der Straßenbahn die Stadt zu erkunden und sich einen Eindruck zu verschaffen. Die Straßenbahn gehört zum Stadtbild von Lissabon einfach dazu.

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Ein typisches Bild für Lissabon: Die Straßenbahnen

Das Nachtleben in Lissabon

Das Nachtleben in Lissabon, in Form von Diskos habe ich nicht ausprobiert, aber für mich ist es sowieso viel mehr wert, nachts durch die Gassen zu laufen und den Straßenkünstlern zu zuhören. Da kam wieder dieses Gefühl hoch wie in Palma. Dieses innerliche Glück, dass man weinen könnte, einfach nur, weil man gerade an diesem Ort ist und es einen „packt“. Wenn dieses Gefühl kommt, dann hast du alles richtig gemacht und dich in die Stadt verliebt 🙂

Wer es nicht gemütlich mag, sondern Party und Aktion haben will, ist in der sogenannten „Pinkstreet“ oder dem „Barrio Alto“ gut aufgehoben. Hier brummt das Nachtleben, es sind gefühlt tausenden von Menschen auf den Straßen.

Übrigens: Abends findet am großen Platz in Lissabon, besser bekannt unter Praca do Comercico immer mal wieder tolle Lichtershows am Tor statt. Das ist zwar nicht regelmäßig, aber z.B jetzt in der Hochsaison 1 Woche lang, an Weihnachten… Informiert euch dazu am Besten in euren Unterkünften vor Ort.  Es ist wirklich beeindruckend.

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Unterkunft/ Hostel in Lissabon

20160807_211115Apropos Unterkunft: Meine kann ich absolut weiterempfehlen. Ich hatte ein Bett in einem gemischten Schlafsaal in der „Lisbon Lounge“. Für mich das beste Hostel in dem ich bisher war. Sehr zentral, sehr viel Platz in den Zimmern, Aufenthaltsräumen und Schließfächern und viele Aktionen, die vom Hostel angeboten werden, um Leute kennen zulernen. Der einzige Nachteil: Es ist etwas laut durch die angrenzende Straße aber das Hostel macht das absolut wieder wett.

 

 

Elevador of Santa Justa 

Für mich persönlich das beeindruckendeste „Bauwerk“ ist der Elevador of Santa Justa. Das ist ein Aufzug der Mitten im Stadtzentrum von Lissabon zwei Stadtteile miteinander verbindet. Am Ende des Aufzuges befindet sich eine Aussichtsplattform, von dieser hat man einen tollen Blick auf Lissabon.

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Elevador of Santa Justa 

Ebenfalls befindet sich dort ein Kaffee und etwas weiter unten eine Bar. Wir haben jedoch den Fehler gemacht, dass wir uns angestellt haben um mit diesem Aufzug zu fahren, da es von außen für Touristen nicht ersichtlich ist, dass man auch anders auf die Plattform kommen kann. Wenn man eine Tageskarte der Metro hat, zahlt man für den Aufzug nichts. Ansonsten zahlt man 5 Euro nur dafür, dass man mit dem Aufzug hochgefahren wird. Er ist ja ganz nett aber man hat im Aufzug selbst keinen Ausblick nach draußen, von dem her lohnt sich das Geld meiner Meinung nach nicht. Von Außen fotografieren ist beeindruckend genug und dann muss man eben einmal um den Aufzug herum laufen, um dann von der anderen Seite kostenlos auf die Plattform zu kommen.

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Lissabon

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Castello de Sao Jorge

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Castello de Sao Jorge

Die Castello de Sao Jorge habe ich leider nicht mehr besucht. Von dieser Burg soll man einen tollen Ausblick auf Lissabon haben. Beziehungsweise das stimmt so nicht ganz. Ich war dort. Wir sind mitten in der Nacht dort hoch gewandert. Da hatte Sie aber zu. Was eigentlich logisch ist, aber denken ist bei der Hitze auch nicht immer leicht 🙂  Jetzt wisst ihr auch, weshalb meine Füße so geschunden sind, das war nämlich alles in Flip Flops.:) Der Weg dort hoch war selbst in der Nacht sehr anstrengend und vor allem auch etwas unheimlich. Ich hatte manchmal schon echt Angst, vor allem, da uns eine Frau auch gewarnt hatte, dass nicht jeder Weg nach oben unbedingt sicher ist und es Viertel gibt, die man meiden soll. Aber hey, ein bisschen Abenteuer gehört zu einem Backpacking Urlaub ja dazu 🙂

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Fazit zu meinem Städtetrip in Lissabon

Noch ein kleiner Hinweis zum Schluss: Gerade auf dem Palca do Comercico, aber auch an anderen Ecken, gerade in der Nacht, werden dir immer mal wieder Drogen angeboten. Einfach ignorieren oder nein sagen, dann lassen dich die Dealer auch schnell in Ruhe. Bedrohlich haben Sie auf mich nicht gewirkt und ich habe mich in Lissabon immer sicher gefühlt, auch als alleinreisende Frau .

Lissabon ist eine wunderschöne Stadt, die jeder unbedingt einmal besucht haben sollte. Wenn man nur in Lissabon selbst bleiben will und keine Ausflüge nach Sintra oder Belem unternehmen will, reichen meiner Meinung nach 3-4 Tage für Lissabon aus.

 

Eure Nele

 

 

 

 

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Dorian sagt:

    Danke für die Infos! Dann bringe ich besser richtige Schuhe mit 🙂

    1. neleworld sagt:

      Oh ja unbedingt!!! Genies die Zeit und Grüße Lissabon von mir. Würde so gerne auch nochmal hin ☺

  2. Andreas Hohaus sagt:

    Sehr schöner und informativer Bericht,hat mir gut gefallen und mit tollen Photos versehen!

    1. neleworld sagt:

      Vielen Dank ☺ Es freut mich sehr, wenn es dir gefällt ☺

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