Die etwas andere Reisegeschichte aus Barcelona. Die Begegnungen mit Menschen macht für mich unter anderem ein großer Reiz am Reisen aus. Auf meiner Reise in Barcelona, hatte ich ein Reiseerlebnis, dass mir wieder einmal gezeigt hat, wie Nächstenliebe aussehen kann. In anderen Ländern sind Dinge normal, die für uns unverständlich sind. Manchmal führt genau das dazu, dass wir diesen Menschen misstrauen, weil wir diese Art von zwischenmenschlicher Zuwendung nicht gewohnt sind. Ich möchte euch daher von meinem Reiseerlebnis erzählen, dass ich vor 6 Jahren in Barcelona hatte.

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Ein Reiseerlebnis, dass mir bis heute in Erinnerung geblieben ist.

Ich war damals Anfang 20 und zusammen mit einer Freundin in Barcelona unterwegs. Wir waren komplett überfordert in dem U-Bahn Dschungel einer Großstadt. Trotzdem wagten wir uns in die Bahn, schließlich wollten wir in die Stadt und unbedingt shoppen. So sehr wir uns aber auch bemühten. Wir kamen mit dem System und dem Lösen der Karte als Landeier überhaupt nicht zurecht. Eine Frau mittleren Alters bat uns ihre Hilfe an und fuhr mit uns mit. Sie erklärte uns, dass wir aktuell wohl kein großes Glück haben würden in der Stadt bummeln zu gehen, da gerade Siesta war und empfahl uns ein entlegenes Einkaufszentrum.

Nach kurzer Überlegung stimmten wir zu, jedoch mit einem mulmigen Gefühl, denn das Einkaufszentrum war nur mit dem Auto zu erreichen. Die Dame bot uns also an, uns in ihrem Auto mitzunehmen und dort hin zu fahren. Wir waren jung und unbefangen und gingen einfach mit. Na ja, ein mulmiges Gefühl hatten wir schon, schließlich war es eine wildfremde Frau für uns. Als sie dann noch mit ihrem Mann telefonierte, um ihn zu informieren, dass sie nicht nach Hause kommen würde, fielen die Worte: „dos guapa chicas“ (zwei hübsche Mädels). Mir wurde immer mulmiger. Was hatte die Frau davon uns zu begleiten? Hatte sie etwa Hintergedanken? Trotzdem gingen wir mit.

Die Neugierde war stärker als das Misstrauen

Wir stiegen aus der U-Bahn aus und kurz darauf in ihr Auto ein, fuhren mit ihr zum Einkaufszentrum und verbrachten dort den ganzen Tag mit ihr. Sie trank mit uns Kaffee, erzählte uns aus ihrem Leben und wir hatten Spaß und fühlten uns wohl. Sie bat sogar an unser Tüten zu tragen und lud uns zum Kaffee ein, was wir natürlich dankend ablehnten. Am Ende des Tages wollte sie uns sogar zurück zu unserem Hostel fahren, da wir mit der U-Bahn schon noch ein Stückchen zu fahren hatte und es schon Abend wurde. Wir lehnten aber dankend ab. Sie hatte schon genug für uns getan.

Nächstenliebe gibt es noch 

Bis heute denke ich gerne an diese Begegnung in Barcelona zurück, denn es ist eines der nachhaltigsten Reiseerlebnisse für mich. Dass diese Frau den ganzen Tag mit uns verbracht hatte, ohne einen Hintergedanken einfach nur aus Nächstenliebe finde ich bis heute beeindruckend. Schön dass es solche Menschen noch gibt, das sollte es viel öfter geben. Und sehr schade, dass wir diesen Engeln auf Erden misstrauen, weil sie zur Seltenheit geworden sind.

Eure Nele

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