Wenn Glück durch deine Adern fließt <3

Was ist Glück? Wir hätten allen Grund glücklich zu sein. Wir sind gesund, sind gut versorgt und abgesichert, haben Arbeit und viele Möglichkeiten. Dafür bin ich auch unendlich dankbar. Aber wenn ihr an diese Dinge denkt, empfindet ihr dann wirklich inneres Glück? Das Gefühl bald zu platzen vor Freude? Zaubert es euch ein Lächeln auf das Gesicht, wenn ihr daran denkt, dass ihr im Alter abgesichert seid? Steht ihr jeden Morgen mit Freude auf um zur Arbeit zu gehen? Seid ihr glücklich, wenn ihr Abends die Qual der Wahl habt zwischen Kino, Disko oder Mädelsabend? Meistens erfüllen uns diese Dinge nicht mit wahrem Glück. Ich schäme mich teilweise dafür, weil wir doch alles haben, was man zum glücklich sein braucht. Aber vielleicht ist es genau das, was uns das wahre Gefühl des Glückes gestohlen hat. Es ist alles normal geworden, es ist selbstverständlich, dass wir diese Privilegien haben und deshalb erfüllt es uns nicht mehr mit Glück. Wir beschäftigen uns mit den Dingen, die in unserem Leben nicht gut laufen, wir versinken im Alltag und verlieren den Blick für das Schöne und das Besondere. Wir handeln danach was von uns erwartet wird und versuchen perfekt zu sein, statt so zu sein, wie wir sind und das Leben zu leben das uns glücklich macht.

Ich habe fast alles was man sich wünschen kann. Bin gesund, habe eine eigene Wohnung, ein eigenes Auto, einen guten Job mit tollen Arbeitszeiten( aber auch viel Druck), eine tolle Familie und einen super Freundeskreis. Aber der erste Moment seit Langem, in dem ich richtiges Glück gespürt habe, war an einem Ort an dem ich all das nicht hatte. Als ich alleine durch die Straßen von Palma lief, alleine durch die Läden streifte und die Straßenmusik meinen Weg begleitete, konnte ich nur noch grinsen. Ich lief grinsend durch die Gassen und die Geschäfte und konnte nichts dagegen tun. Ich war glücklich und spürte dieses Glück. So wie schon sehr lange nicht mehr. Es ging mir unter die Haut. Und als ich an einer Kirche vorbeikam und diese betrat, überrollte mich etwas Ungewohntes. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich dankbar sein SOLLTE, für das was ich hatte, sondern ich WAR dankbar. Ich stand in der Kirche, vor mir ein Meer aus Kerzen und beruhigender Musik im Hintergrund. Ich war so dankbar, für das was ich erleben durfte, dafür, dass ich die Möglichkeit hatte hier zu stehen, dass mir Tränen in die Augen stiegen. Ich hatte auf Reisen eines der wichtigsten Dinge gefunden, die es auf dieser Welt gibt = Glück!

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