Alleinsein lernen

Es gibt ja so einige Redewendungen zu dem Thema Einsamkeit.  “ Zu zweit und doch allein“ als Beispiel. Aber habt ihr schon mal etwas von „Allein aber nicht einsam“ gehört? Alleinsein lernen ist nicht leicht aber man kann es schaffen, dieses Gefühl wertzuschätzen.

Alleinsein muss man lieben lernen

Die wenigsten Menschen heutzutage können alleine sein, sei es nur für Stunden oder Tage , können dieser Situation nichts positives abgewinnen und es nicht genießen. Und viele Singles verzweifeln regelrecht an dem Alleinsein. Dabei hat das doch auch durchaus Vorteile. Niemanden auf den man Rücksicht nehmen muss, man kann tun was man will. Wenn die Wäsche erst morgen statt heute gewaschen wird, interessiert es keinen und vieles mehr. Und wenn man allein ist, und Ruhe um sich hat, fängt man an zu reflektieren und über Dinge nachzudenken. Mir ist bewusst, dass genau davor viele Angst haben. Das ging mir auch lange so. Es bedeutete für mich, gedanklich Themen nachzuhängen, die mich beschäftigt haben und mich selbst damit herunter zu ziehen. Alleinsein muss man lernen. Wieso nutzen wir die Zeit, in der wir alleine sind nicht, um über positive Dinge nachzudenken. Über das nachzudenken, wie wir unsere Freizeit besser gestalten können. Wie wir unseren Hobbies wieder mehr Platz im täglichen, stressigen Alltag verschaffen können. Wieso planen wir nicht unseren nächsten Urlaub oder überlegen uns tolle Gerichte, die wir kochen können. Am Anfang muss man sich zu solchen Gedanken zwingen und es ist nicht einfach das Alleinsein anzunehmen und zu lernen damit umzugehen. Aber wenn man es einmal geschafft hat, fallen jedem sicher tausenden Dinge ein, mit denen er seine freie Zeit gestalten kann. Mir geht es manchmal sogar so, dass mich Verabredungen eher in meinem Alltag hindern, da ich tausende Dinge im Kopf habe, die ich gerne angehen würde. Tausenden Dinge, mit denen ich mich beschäftigen kann, wenn am Wochenende keine Party ansteht, oder der Freund für einige Woche im Ausland ist. Ich mag es, auch mal Ruhe zu haben und nur auf mich hören zu können. Nur meine Bedürfnisse wahrnehmen zu können.

Diese Ruhe hat für mich nichts mit Einsamkeit zu tun, sondern mit Entspannung und Selbstfindung.

Aber wie lernt man Alleinsein?

Wie in so vielen Lebenssituationen gilt: Konzentriere dich auf das was du hast und nicht auf das, was du nicht hast. Sehe das Alleinsein nicht als „Strafe“, versuche dir etwas aufzubauen, auf das du dich freuen kannst, wenn es mal wieder Zeiten der Einsamkeit gibt. Das kann ein Fotobuch sein, an dem du arbeitest oder ein heißes Bad, in dem du es dir gemütlich machst. Zelebriere die Zeiten für dich anstatt sie zu verfluchen und du wirst sehen schon bald wirst du dich sogar ab und an auf deine „Me-Time“ freuen :).

Eure Nele

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